Ist es Kabarett oder schon Performance-Kunst, was die drei Herren in nicht ganz aktuellen Outfits zelebrieren?
Eine lebende Klanginstallation mit Wirkung auf die Lachmuskeln? Was ist ernst und was heiter? Sehen wir hier ein Stück von Samuel Beckett mit Musik von Louis Armstrong oder hören wir Ernst Jandl in der Figur des Charlie Chaplin?
So richtig einordnen lassen sich Ars Vitalis einfach nicht. Und das ist gut so. Seit gut 30 Jahren erheben sie sich mit ihrem „Muzik als Theater“ über Genregrenzen und amüsieren ihr Publikum auf ganz eigene Weise. Perfekt unperfekt. Mit Kindertröte, Klebeband, Blasebalg und allerlei anderen obskuren Instrumenten, untermalt von bizarren Anekdoten und grotesken Tanzeinlagen. So feiern sie Klangorgien, die ihresgleichen suchen. Und auch der Titel ihres aktuellen Programms lässt nur Vermutungen aufkommen. Fahrenheiten: Es geht ums Fahren, ums Reisen, um Hitze, das Quecksilber schlägt Purzelbaum. Doch wohin die Reise geht, weiß man erst am Ende eines Abends mit Ars Vitalis. Die Vergänglichkeit zieht sich als Thema durch ihre Programme. Und manchmal spielen sie mit der Zeit, lassen alles ins Stocken geraten und geben ihren Zuschauern wertvolle Bedenkzeit. Ein großzügiges Geschenk in Zeiten von Rentabilität und Schnelllebigkeit. Menschen funktionieren eben nicht immer perfekt, das zeigen uns die drei Ingenieure des Irrsinns. Sonst wäre dieses herrlich schräge Musiktheater wohl auch nicht möglich. „Unsere Instrumente beherrschen uns“, sagen Ars Vitalis und planen eine „konzertierte Attacke auf den Verlust des Staunens“. Das Publikum ziehen sie garantiert auch in ihren
Bann.
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präsentiert von
RWE & Stadtwerke Duisburg AG
Am 18.November 2010 um 20:00 Uhr im HundertMeister!
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