Projekt „IntLog“ integriert Menschen mit Migrationshintergrund in Arbeitsprozess: Da der größte Auftrag nichts nutzt, wenn geeignete Arbeitskräfte fehlen, die ihn ausführen, wird der Faktor Personal in Zeiten des demografischen Wandels zum entscheidenden Kriterium für das regionale Wirtschaftswachstum. Dies gilt insbesondere für die Logistikbranche.
Die hiesige Volkshochschule (VHS) sowie die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg (GFW Duisburg) haben sich daher gemeinsam auf die strategische Suche nach geeigneten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für diesen Wirtschaftszweig gemacht und das Projekt „IntLog“ ins Leben gerufen. Dieses steht für „Integration in der Logistikwirtschaft“ und startet Mitte 2010. Ziel des Projektes ist es, junge Menschen mit Migrationshintergrund ohne Ausbildungs- und Arbeitsstelle für die Logistikbranche fit zu machen. Darüber hinaus richtet es sich an Aus- und Weiterbildungseinrichtungen sowie Fachkräfte, die „Interkulturelle Kompetenz“ als Zusatzqualifizierung anstreben. Last, but not least, sollen Aus- und Weiterbildungseinrichtungen sowie öffentliche Institutionen wie Kammern als Projektpartner gewonnen werden.
„Da die Branche global ausgerichtet ist und traditionell als multikulturell gilt, ist als Logistiker besonders geeignet, wer neben praktischer Begabung fremdsprachliche und interkulturelle Fähigkeiten mitbringt“, weiß GFW-Mitarbeiter Dr. Franz Steltemeier, der optimistisch in die Zukunft blickt: „Da in Duisburg über 30 Prozent der Einwohner Menschen mit Migrationshintergrund sind, haben wir eine gute Chance, den Fachkräftemangel besser abfedern zu können als anderenorts.“ Auch Dr. Aydin Sayilan von der Volkshochschule Duisburg ist überzeugt, dass die verstärkte Einbindung von Menschen mit Migrationshintergrund in die Logistik überaus vorteilhaft für den Geschäftsverkehr ist: „Schließlich sprechen diese Männer und Frauen neben der Landes- auch ihre Muttersprache. Obendrein verfügen sie über „gelebte“ kulturelle Erfahrungen – in Deutschland und im jeweiligen Herkunftsland.“
Nachdem die GFW Duisburg und die hiesige Volkshochschule die Vielfalt als Chance erkannt haben, gilt es diese zu nutzen. Der Kreis der Unterstützer ist offen, daher sind auch andere Unternehmen und Institutionen willkommen, sich als Projektpartner beteiligen. Durch „IntLog“ sollen inter- und multikulturelle Kooperationsstrukturen in Unternehmen gefestigt werden, wo diese bereits vorhanden sind und aufgebaut werden, wo Neuland zu betreten ist.
Im Schulterschluss von Projektpartnern und Logistik-Unternehmen gilt es, Aus- und Weiterbildungsinhalte zu erarbeiten, die den Bedürfnissen und Fähigkeiten von Menschen mit Migrationshintergrund passgenau Rechnung tragen. Diese sollen den Logistikern in spe in verschiedenen Modulen nahegebracht werden, so dass die vorhandenen Potenziale gemeinsam ausgeschöpft werden – zum Wohle der Menschen und der Logistikdrehscheibe Duisburg.
Ansprechpartner:
Allgemein an „IntLog“ interessierte Firmen und Institutionen wenden sich bitte an Dr. Franz Steltemeier, GFW Duisburg, unter Telefon: 0203 / 36 39 – 340 oder per E-Mail unter steltemeier@gfw-duisburg.de.
Bei Fragen zu pädagogischen Inhalten wie „Interkultureller Kompetenz“ und „Diversity Management“ hilft Dr. Aydin Sayilan von der VHS Duisburg gerne weiter unter Telefon: 0203 / 283 - 3220 oder per E-Mail unter a.sayilan@stadt-duisburg.de

Foto: GFW Duisburg
GFW Duisburg und VHS Duisburg setzen auf Vielfalt als Chance
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