Am vergangenen Freitag, 18.06.2010 hatte der Vorstand der Sparkasse Duisburg zu einer Pressekonferenz in den eigenen Geschäftsräumen eingeladen, um nicht ohne Stolz zu verkünden, dass der Bau des Kuhlenwall-Karrees in der Innenstadt sowohl zeitlich als auch kostenmäßig vollständig im Plan liegt und es wie geplant im Mai 2011 zur Fertigstellung und damit Eröffnung kommen wird. Die Orientierung für diese "Umbaumaßnahme", die de facto einem Neubau gleichkommt, bietet der allseits bekannte Masterplan des britischen Stararchitekten Sir Norman Foster. Lesen Sie im Folgenden den ausführlichen Text der Sparkasse Duisburg zu dem, was bisher geschah und dem, was soch bis zum Mai 2010 in Bezug auf das Kuhlenwall Karee noch ereignen wird.
Im Anschluss an den Artikel noch einige Passagen aus der PK vom Freitag als Videomitschnitt.
Sparkasse macht Kuhlenwall attraktiver
Der Masterplan
Für den Masterplan von Lord Norman Foster hat die Achse Kuhlenwall/ Obermauerstraße, als wichtige Verbindung von City zum Innenhafen, eine besondere Bedeutung. Eine Bedeutung, die eine attraktive Gestaltung der Fläche erforderlich macht.
Seit Frühjahr 2009 wird das Verwaltungsgebäude der Sparkasse am Kuhlenwall revitalisiert. Die Arbeiten an der äußeren Fassade des Gebäudes „Kuhlenwall-Karree“ sind inzwischen abgeschlossen, die Aktivitäten im Inneren der Immobilie haben längst begonnen und schreiten planmäßig voran.
Nach Fertigstellung im Mai 2011 wird die 24 Mio.-Euro-Investition einen neuen städtebaulichen Glanzpunkt an strategisch exponierter Stelle darstellen.
„Die aktive Umsetzung des Masterplanes von Lord Norman Foster treiben wir im Rahmen einer realistischen Machbarkeit aus Überzeugung voran“, betonte der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Duisburg, Hans-Werner Tomalak, gestern bei der Vorstellung zu den neuen Planungen zum Umfeld des „Kuhlenwall-Karrees“. Gemeinsam mit dem für Baumaßnahmen zuständigen Vorstandsmitglied Uwe Haddenhorst und dem Projektsteuerer Manfred Stüdemann informierte er auch über moderne energetische Maßnahmen und über Details des Nutzungskonzeptes im Zusammenhang mit der kernsanierten Immobilie.
Das neue Umfeld
Der Bereich Kuhlenwall und Obermauerstraße zeichnet sich aktuell durch regen Kraftfahrzeugverkehr aus. Ein Zustand, der der Bedeutung des Bereiches um den Schäferturm nicht gerecht wird.
Zukünftig ist an eine Nutzung gedacht, die den Anforderungen an ein modernes und hochwertiges Arbeits- und Lernumfeld auf der einen und an ein attraktives Wohn- und Freizeitumfeld auf der anderen Seite entspricht.
Gemeinsam entwickelten Sparkasse und Stadtplaner die Idee, durch eine neue Verkehrsführung in diesem Bereich eine insgesamt verbesserte Verkehrsabwicklung und gleichzeitig einen neuen verkehrsberuhigten Bereich zu schaffen. Diese neu gewonnene, beruhigte Zone im Bereich des Kuhlenwalls bis zum Schäferturm ist für den nicht motorisierten Verkehr und z.B. für ein ansprechendes Gastronomieangebot nutzbar.
Die Obermauerstraße wird gleichzeitig für den Verkehr in beide Richtungen bis zur Einmündung Gutenbergstraße und Köhnenstraße, auf Höhe des Schäferturms, freigegeben.
Damit ist sowohl das verkehrstechnische Ziel der Erreichbarkeit der umliegenden Arbeitsstätten sowie die Anforderung nach einem sicheren und attraktiven Außenbereich mit schier unendlichen Nutzungsmöglichkeiten gegeben.
Die Umgestaltung führt unter Einbeziehung des historischen Schäferturms zu einer deutlichen Aufwertung dieses Teilbereiches.
Auch die Frage der Finanzierung ist bereits frühzeitig geklärt. Da der Bauherr Sparkasse aufgrund der Umgestaltung mit einer besseren Vermietbarkeit der Bürofläche und einer Wertsteigerung der Immobilie rechnet, wird er die Kosten für diese Baumaßnahme in Höhe von rd. 230 TEuro übernehmen.
Das neue „Kuhlenwall-Karree“
Die Baumaßnahmen verliefen bisher ohne nennenswerte Komplikationen.
„Wir sind voll im Plan“, freut sich der für den Baubereich zuständige Sparkassenvorstand Uwe Haddenhorst.
„Nicht nur die moderne Architektur wird sich nahtlos in das Stadtbild einfügen und die Bürger und Bürgerinnen unserer Stadt überzeugen, sondern auch das zukunftsweisende technische Energiekonzept wird überzeugen können“, ist sich der Sparkassenvorstand sicher.
Ursprünglich war das Gebäude zum Zeitpunkt der Baugenehmigung 2007 auf der seinerzeit gültigen EnEV 2007 (Energie-Einsparverordnung) geplant worden. Inzwischen gilt die EnEV 2009 mit deutlich gestiegenen Vorgaben zur Energieeinsparung. „Auch diese hohen Anforderungen werden wir erfüllen“, verspricht Uwe Haddenhorst.
Die folgenden Maßnahmen sind Beispiele für die Umsetzu
- Die Dächer werden extensiv begrünt.
- Die Heizwärmebereitstellung erfolgt über die Fernwärmeversorgung der Stadtwerke Duisburg mit sehr geringem Primärenergiefaktor. Seit 2009 muss aufgrund gesetzlicher Vorschriften ein Teil des Wärmebedarfs durch erneuerbare Energien abgedeckt werden. Diesbezüglich steuern die Stadtwerke Duisburg günstige Primärenergie durch die Kraft-Wärme-Kopplung und den Einsatz regenerativer Brennstoffzusätze wie Klärschlamm bei.
- Außerhalb der Bürozeiten wird bei kühlen Außentemperaturen allein mit Umweltenergie über Kühltürme die Kühlung für die IT-Räume bereitgestellt.
- Die Energie der erwärmten bzw. gekühlten Raumluft wird über Wärmeaustauschsysteme wieder auf die Zuluft übertragen und somit mehr genutzt (Wärme- und Kälterückgewinnungssystem).
- Moderne Beleuchtungsanlagen mit elektronischen Vorschaltgeräten und selbständiger Steuerung über Bewegungsmelder reduzieren den Stromverbrauch.
- Abschaltung der mechanischen Klima-/Heizungssysteme bei geöffneten Fenstern.
- Selbständige Steuerung der effizienten, außenliegenden Sonnenschutz-Vorrichtungen zur Minimierung der Raumwärmelasten.
- Energieverbrauchs-Controlling und Energieverbrauchs-Optimierung im Betrieb über die Gebäudetechnik.
Die variable Nutzung
Die nutzbare Bürofläche beträgt über 11.100 qm, wovon die Sparkasse 8.400 qm nutzen wird. Die restlichen 2.700 qm Bürofläche werden fremd vermietet. Aktuell führen die Verantwortlichen bereits Vertragsverhandlungen mit Mietinteressenten.
„Eine rege Nachfrage wird auch das Angebot zur Vermietung von Schulungs-, Tagungs- und Veranstaltungsräumen hervorrufen“, ist sich Uwe Haddenhorst sicher.
Das knappe Angebot in unserer Stadt wird durch zwei Säle mit einer Größe von ca. 125 qm und einem PC-Schulungsraum mit einer Größe von über 53 qm und einem Platzangebot für 16 Schulungsteilnehmer abgerundet. Die beiden Säle können zusammengelegt und gemeinsam genutzt werden. Dabei finden 200 Personen in Stuhlreihen Platz.
Das Angebot zur Anmietung für Schulungs- und Veranstaltungszwecke wird offensiv nach vorn getragen, um das neue Kuhlenwall-Karree auch zu einem Mittelpunkt des städtischen Veranstaltungslebens zu machen.
Die vorhandene Gastronomie wird die Attraktivität dieses Angebotes weiter steigern. Seminarteilnehmer oder Veranstaltungsbesucher haben die Möglichkeit, sich unter dem Dach des revitalisierten Gebäudes mit Speisen und Getränken in einem ansprechenden Ambiente zu versorgen.



