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Duisburg, im Oktober 2011

Liebe Freunde,

was jetzt kommt ist uns nicht leicht gefallen. Aber nach über einem Jahr der internen Diskussion und dem Abwägen aller Pro- und Contra-Argumente haben wir uns entschlossen, DuisburgFans.de in der aktuellen Form nicht weiter zu führen.

Die Gründe die zu dieser Entscheidung führten sind so vielfältig wie diese Stadt und ihre Bewohner.

Unter www.Duisburg365.de führt Frank M. Fischer - ehem. Redaktionsleiter DuisburgFans.de - die Plattform eigenständig weiter.

Wen die Gründe für unsere Entscheidung interessieren, wird folgend fündig

Als die Idee zu DuisburgFans.de 2005 entstand und wir am 09.09.2009, also vor gut zwei Jahren online gingen, sollte dies eine Plattform für die guten Dinge in dieser Stadt werden. Ein freier Raum für Ideen, Meinungen und eine offene Plattform der Interaktion.

Es kam ganz anders

Dem Ansatz unseres Denkens liegt in der Regel Ganzheitlichkeit zu Grunde, weshalb wir uns Ende 2008 – nach Jahren der Ideenausbrütung und im Vorfeld des immer konkreter werdenden Wunsches, die Idee auch in die Tat umzusetzen – die Duisburger Web-Szene noch einmal ganz genau anschauten und feststellten:
"Da gibt es schon was." Es gab sogar eine ganze Menge.

Mehr oder weniger interessante Communities, Blogs, Fotoseiten und vieles mehr. Wir dachten uns "Hey – wir sind Konzepter, Designer und Entwickler. Diese Leute schreiben, fotografieren, erzählen. Lasst uns gemeinsam etwas auf die Beine stellen."

Also begannen wir, Kontakt aufzunehmen

Telefonisch, persönlich und auf den Kommunikationskanälen des Internets luden wir Akteure, welche uns auffielen dazu ein, Teil des Projektes zu werden.

Um erst einmal festzustellen, dass unserer naiven Vorstellung von "gemeinsam mehr erreichen", ein Denkfehler zu Grunde lag. Nämlich anzunehmen, dass ähnlich Gesinnte die Zeit und den Raum finden würden, diesem Gedanken folge zu leisten ;)

Nichts desto trotz gab es jedoch eine beachtenswerte Anzahl an Unterstützern, denen wir bis heute für das Verstehen der Idee, Ihren Input und Ihre konstruktive Kritik sehr dankbar sind.

Letztlich gab es eine ausreichende Zahl an interessierten Kooperationspartnern, so dass wir ab Mai/Juni 2009 mit der technischen Entwicklung der Plattform begannen.

Der erste und für uns wichtigste Grund für das Ende von DuisburgFans.de

Unserem Anspruch, die Plattform sukzessive auszubauen und Interaktionsmöglichkeiten zu schaffen, welche es DuisburgFans erlauben, Fotos mit anderen zu teilen, Ihre Lieblingsorte zu kommunizieren, Ideen und Texte zur Diskussion zu stellen und deren Umsetzung zu beflügeln, konnten wir bis heute nicht gerecht werden. Wir hatten ursprünglich nicht vor ein Redaktionsteam bereitzustellen und eigenständig Inhalte zu produzieren, sondern wollten den Fans und Freunden dieser Stadt die Möglichkeit geben, dies für sich selbst zu tun. Auch – und gerade aufgrund der Entwicklung auf eindeutig zweckbetriebener und meinungsmachender Plattformen lokaler/regionaler Medien.

Wir halten eine solche Plattform unabhängig von sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder Qype auf lokaler/regionaler Ebene weiterhin für sinnvoll und werden uns auch in Zukunft dafür engagieren, dass Duisburg eine solche erhält.

Allerdings erst dann – und jetzt kommt der zweite und für uns sehr schmerzhafte Beweggrund – wenn wir das Gefühl haben, wieder in einer Stadt zu leben, deren Fans zu sein wir uneingeschränkt behaupten können.
Im Laufe der vergangenen 15 Monate haben wir in dieser, unserer Stadt Dinge miterlebt, die wir so nicht für möglich gehalten hätten. Und wir hoffen sind uns sicher, dass es vielen, wenn nicht dem Großteil der Duisburgerinnen und Duisburger ebenso geht.

Wir beziehen uns dabei weniger auf die tragischen Ereignisse am 24. Juli 2010 im Rahmen der Loveparade, zu deren Befürwortern wir im Vorfeld selbst gehörten und deren tragischen Ausgang wir bis heute zutiefst bedauern, als vielmehr auf die vielen kleinen aber gezielten Nadelstiche gegen das kulturelle Leben in dieser Stadt.

Sei es die Entwicklung rund um das Djäzz, das Hundertmeister, das goldengrün, die Geschehnisse rund um die Schulräumung in Duisburg Laar, das goldengrün, das Lokal Harmonie, das Museum Küppersmühle, Soul am See… und wahrscheinlich noch einige Dinge mehr, die wir persönlich nicht auf dem Schirm haben.

Ein Grund

Entgegen aller Gerüchte, die von Zeit zu Zeit von uns kopfschüttelnd wahrgenommen wurden, erhielten wir für die Arbeit an DuisburgFans.de keinen Cent. Weder von der Stadt, von Stadt nahen Gesellschaften, Privatpersonen oder Unternehmen. Und das ist auch gut so. Im Gegenteil, wir investierten Zeit, Herz und alle Ressourcen, die es braucht, ein solches Projekt zu betreiben.

Wir schufen DuisburgFans.de aus einem einzigen Grund – Überzeugung.
Und aus eben diesem Grund wird es DuisburgFans.de ab heute in der jetzigen Form nicht mehr geben.

DuisburgFans.de

Auch wenn DuisburgFans.de unserer Stadt aktuell nicht weiterhelfen kann, so gibt es doch viel Empfehlenswertes in Duisburg. Hier kannst Du Dir bis zu einer möglichen Wiederkehr von DuisburgFans.de die Zeit vertreiben:

baba su, goldengrün, Djäzz, Café Kaldi, Duisburger Philharmoniker, High5Club, Buon Giorno Maria, der kleine Prinz, HafenCurry, Porticello, Omma Paula, MKM, DKM, Innenhafen, Filmforum, MSV Duisburg, Becker Schmitz, Ein Zebra in der Achterbahn, Kees Jaratz, Deutsche Oper am Rhein – Duisburg, Lehmbruck Museum, Theater Duisburg, sbm, Glück Friseur & Café, stART, Gabi Petrick, Cubus Kunsthalle, Heinz Pischke, zebrakids e.V., Schiffchen, Polynice, Traumzeit, Sommerkino, Rheinpark, Landschaftspark, Bürgerstiftung, GRIID, Ruhrgespenst, RUHR YORK, Uni Duisburg-Essen, Ruhrort, FCR Duisburg, Tellavision Clothing, Grammatikoff, Steinhof, Finkenkrug, Bürgerfunk

und natürlich auf Duisburg365.de!

Danke!

Last but not least möchte ich mich im Namen aller Rheinschafe bei allen bedanken, die uns in den vergangenen zwei Jahren von DuisburgFans.de und von der ersten Sekunde an unterstützt haben.

André Wartmann, Rheinschaf.

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DuisburgFans.de | Magazin für Duisburg. Online.

Am morgigen Samstag, 04.09.2010 wird um 19:00 Uhr im Kunstverein Duisburg am Weidenweg die gemeinsame Ausstellung der Düsseldorfer Künstler Verena Freyschmidt und Wonkun Jun eröffnet.

Foto: Frank-M. Fischer

Wonkun Jun und Verena Freyschmidt - Ausstellung im Kunstverein Duisburg

Mit Verena Freyschmidt und Wonkun Jun zeigt der Kunstverein Duisburg zwei Düsseldorfer Maler und ehemalige Schüler von Helmut Federle. Beide Positionen wurzeln in der geometrisch-abstrakten Bildtradition und führen diese in einer aktuellen Formsprache weiter. Oberflächenstrukturen und lasierende Farbaufträge schaffen emotionalisierte Farbräume und laden den Bildträger poetisch auf. Während die Malerei von Wonkun Jun dabei die Abstraktion nicht verlässt und eine emotionale Geometrie postuliert, überschreiten die Arbeiten von Verena Freyschmidt die Grenze zur Landschaftsmalerei und spielen mit bewusst gesetzten Zweideutigkeiten. 

Ausstellungseröffnung am Samstag, 04. September 2010 um 19 Uhr

Begrüßung: Herbert Gorba, Vorsitzender Kunstverein Duisburg

Einführung: Dr. Susanne Höper-Kuhn, Kunsthistoriker

Ausstellungsdauer: 04. September bis 09. Oktober 2010

Die Ausstellung ist geöffnet:

donnerstags, freitags und samstags von 17.30 bis 20 Uhr

und nach telefonischer Absprache

Kurator: Dr. Jan Holthoff, Vorstand Kunstverein Duisburg

Wir hatten Gelegenheit mit den beiden Künstlern kurze Gespräche über ihre Arbeit zu führen. Sehen und hören Sie mehr in den unten stehenden Video. Kamera und Schnitt: Wilfried Kruessmann, Interviews und Redaktion: Frank-M. Fischer.

Mehr über die Künstler:

Verena Freyschmidt:

Die Malerei von Verena Freyschmidt bewegt sich zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit. In ihren Bildern begegnen wir dem Thema Raum im weitesten Sinne, das sich wie ein roter Faden durch ihre künstlerische Arbeit zieht. Dabei fließen malereigeschichtliche Aspekte ebenso in ihre Arbeit ein wie konkret empfundene Landschafts- und Naturerfahrungen. Raum als komplexes Phänomen wird verstanden sowohl als Andeutung von Perspektive in Form geometrischer Strukturen als auch als reiner Farbeindruck, der den Bildraum konstituiert. Es gibt vielfach gegenständliche Bezüge, die aber niemals konkret abbilden. Vielmehr geht es um das Spiel zwischen Darstellung und selbstreferenzieller Form. So konkurrieren Andeutungen von konkret Vorhandenem mit einer Offenheit in Deutung und Sichtweise. Freyschmidts Arbeitsweise ist geprägt von spannungsreichen Gegensätzen: geometrische Linien stehen der individuellen Geste entgegen, All-over der Komposition, opake Flächen entgegen transparenten Ebenen, Pinselstrukturen entgegen monochromer Flächigkeit. Es geht ihr um die Untersuchung der Malerei und ihren Möglichkeiten gepaart mit dem Erforschen eigener Raum- bzw. Naturerfahrungen.

Freyschmidts Arbeiten liegt stets ein klarer Bildaufbau zugrunde, der oftmals bis hin zur Leere reduziert wird. Diese Leere erhält ihr Eigenleben durch Farbverläufe und Lasuren. Übereinandergelagerte (Landschafts-) Strukturen suggerieren Tiefenraum und ziehen den Betrachter in den Bildraum hinein. Fragen nach dem „davor oder dahinter“, nach dem „nicht mehr oder noch nicht“ breiten sich aus. Gleichzeitig wiederum verschliessen sich zum Teil die Bilder durch eine seltsame Distanziertheit. Die oft dunkle Farbgebung lässt den Eindruck von fremden verlassenen Sphären entstehen. Unergründete Naturräume, ja abgrundartige Tiefen lassen siech ebenso erahnen wie die hoffnungsvolle Leichtigkeit in einer (Bild-) Welt voller Möglichkeiten. Umgeben mit einer den Bildern innewohnenden Zeitlosigkeit begeben sich unsere Gedanken auf die Such nach der menschlichen Existenz.

Verena Freyschmidt

Geboren 1975 in Frankfurt am Main, lebt und arbeitet in Düsseldorf

Studium

2000-2002 Studium an der Akademie für Bildende Künste Mainz bei Prof. Winfried Virnich

2002-2006 Studium an der Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Helmut Federle

2006 Akademiebrief

Ausstellungen (Auswahl)

2004 10 x Düsseldorf, Raum für Film, Kunst und Kommunikation, Köln

2006 Aerial search, Kunstakademie Düsseldorf, Abschlussausstellung

Exile on Cottage Street, e.s.Temporary, Düsseldorf

2007 Malerei 2006, Atelier Manfred Makra, Wien (Einzelausstellung)

2008 Unter Tag (11 min.), Gloria-Halle, Düsseldorf

10 Jahre Moldaustipendium, Staatskanzlei, Wiesbaden

2009 Galerie FLU der Kunsthochschule Belgrad, Serbien (Einzelausstellung)

Galerie plan.d, Düsseldorf

2010 Back from, Atelier am Eck, mit Yukako Ando, Düsseldorf

Kunstverein Duisburg, mit Wonkun Jun, Duisburg

Kunst aus Neuss, Kulturforum Alte Post / Städtische Galerie, Neuss

Stipendien

2006 Stipendium des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst,

Artist in residence, Krummau, CZ

2009 Stipendium der Landeshauptstadt Düsseldorf, Artist in residence,

Belgrad, Serbien

2010/11 Atelier-Stipendium / Förderprogramm der Lepsien Art Foundation, Düsseldorf


Wonkun Jun:

Farbe, nichts als Farbe. Farbe ist, wie Wonkun Jun selbst während einer Ausstellung im Jahr 2006 formulierte, das „Basic Element“ seiner Kunst. Der 1970 in Seoul geborene Koreaner Wonkun Jun, der u.a. an der Kunstakademie Düsseldorf studierte und dort Meisterschüler bei Helmut Federle war, beschreibt seine Malerei als Manifest seiner Empfindungen, als Spiegel seiner Gefühle. Seine Farbraummalereien tragen eine sehr persönliche Handschrift, die auch von einer speziellen Technik bestimmt wird, die er in vielen Jahren entwickelt und optimiert hat. Ebenso werden die Arbeiten Wonkun Juns aber auch durch die strikte Reduktion auf ein bestimmtes Formenrepertoire gekennzeichnet, welches sich von großen monochromen Arbeiten über schachbrettartige Bilder, auf denen das harmonische Zusammenspiel mehrerer Farben eine wesentliche Rolle spielt, bis zu Farbkreisen, die mal enger, mal weniger eng zusammengedrängt den Bildraum bestimmen, erstreckt.

Die von Wonkun Jun entwickelte Maltechnik ermöglicht es ihm, durch den vielschichtigen Auftrag dünner Acrylfarben auf oft bereits farbig grundierte Leinwände Farbräume zu entwickeln, die eine eigentümliche Faszination auf den Betrachter ausstrahlt. Die Oberflächen erhalten durch die Führung des Pinsels eine Raster- oder Linienstruktur, die den Bildern ihren individuellen Rhythmus verleiht.

Wonkun Jun benutzt eine Auswaschtechnik, die aus einem einzelnen Strich des Pinsels einen Farbfluss erzeugt. Hierbei trägt der Künstler mit einem Pinsel sehr stark mit Wasser verdünnte Farben großflächig auf eine Leinwand auf. Vor dem völligen Abtrocknen wird die Farbe immer wieder an bestimmten Stellen abgewaschen, was die spätere Transparenz einzelner Farben spürbar beeinflusst.

Die letztendlich für den Betrachter sichtbaren Farben entstehen in einem lang andauernden Prozess des Auftragens und der Reduktion. Beginnend mit dunklen Farbtönen wird das Bild nach und nach aufgehellt, bis sich zuletzt die gewünschten Farbwerte entwickeln. Oft erfolgen bei größeren Bildern insgesamt 20-30 Farbaufträge übereinander. Am Rand der Leinwand lässt sich die Intensität dieser Farbaufträge nachvollziehen. Als Betrachter meint man förmlich, den Malprozess nachvollziehen und hinter den Oberflächenstrukturen die unterschiedlichsten Farbaufträge erahnen zu können.

Das Formenrepertoire im Werk Wonkun Juns hat sich in den letzten Jahren mehrmals verändert. Gegen Ende seiner Studienzeit bevorzugte er monochrome Flächen, die sich, bedingt durch die hohe Anzahl der Farbaufträge, durch eine besondere, faszinierende Farbtiefe auszeichneten. Betrachtet man diese monochromen Gemälde, so erkennt man die Vielschichtigkeit und Tiefe einer Malerei, die etwas Besonderes beinhaltet. Die Intensität und dennoch vorhandene Leichtigkeit ihrer Oberflächen fängt den Betrachter immer wieder aufs Neue ein, einen Halt findet das Auge des Betrachters durch vertikale und horizontale Linien, die aber nicht als Hinweis auf abstrahierte Formelemente zu verstehen sind, sondern einzig der Rhythmisierung der Fläche dienen. Bilder von poetischer Schönheit und sinnlicher Tiefe sind das Produkt dieses Entstehungsprozesses.

Vor ca. vier Jahren begann Wonkun Jun, monochrome Flächen aneinander zureihen und schachbrettartige Muster zu entwerfen. Diese Phase seiner Entwicklung war gekennzeichnet durch die Suche nach einem harmonischen Zusammenspiel mehrerer Farben oder Farbtöne. Auch bei der Aneinanderreihung von Farb-Quadraten existierten keine scharfen Grenzen zwischen den einzelnen Farbtönen. Wonkun Jun lag nichts an Abgrenzungen, sondern er suchte eine malerische Wirkung, die die Grenzen verwischt und Farben ineinander fließen ließ. Dies wurde kombiniert mit einer sehr zurückgenommene Palette von Farben. Es gibt, wie in der monochromen Phase, keine grellen, lauten Farben, alles ist leise, blass und gedämpft, mit einem Wort: reduziert. Es gibt keine starken oder krassen Kontraste zwischen den einzelnen Farbtönen. Sie halten sich, auch in ihrer Unterschiedlichkeit, die Balance.

In der nächsten Werkphase wandte sich Wonkun Jun Farbkreisen zu. Die auf den ersten Blick sehr heiter wirkenden Arbeiten, die entfernt an schwebende Luftballons erinnern, sind im Einzelnen ebenfalls von der typischen Malweise des Künstlers gekennzeichnet. Dunkle und helle Farbkreise heben sich voneinander ab. In sich sind sie wieder in der reduzierten Malweise Wonkun Juns umgesetzt und häufig noch abschließend und abmildernd mit einer Schicht weißer Farbe überzogen.

Dies erzeugt einen Schleier, der die Wirkung der Arbeiten noch einmal steigert. Im Gegensatz zu den schachbrettartigen Gemälden wird bei den Kreisbildern der Bilduntergrund sichtbar, der zumeist in einem pastelligen Gelbton gehalten wird. Umgeben werden die Farbkreise von Farbenkränzen, die sich zumeist wie ein heller Schatten von den dunkleren Farbkreisen abheben und diesen zusätzlich eine besondere Ausstrahlung verleihen. Der ästhetische Zusammenklang der Farben wird bei den Kreisbildern noch stärker betont als bei den schachbrettartigen Bildern. Ein sich gegenseitiges Anziehen und Abstoßen der Farben führt zu einem harmonischen Farbenspiel, das in den Bildern Wonkun Juns fest verwurzelt ist. In den aktuellen Arbeiten kehrt Wonkun Jun teilweise wieder zu einer monochromen Malweise zurück. Im Gegensatz zu seinen früheren Werken sind die aktuellen Gemälde dadurch gekennzeichnet, dass nun auch Weiß als Farbe ganzflächig genutzt wird. Gerade bei diesen Gemälden wird die Randbemalung, durch die die Vielschichtigkeit der Farben hervorgehoben wird, noch mehr ins Blickfeld des Betrachters gerückt. Die Ränder dieser Arbeiten sind aufgehellt und entwickeln eine Strahlkraft, die mit denen der Farbkreise zu vergleichen ist. Hinzu kommt aber bei diesen Leinwandbildern der Kontrast zwischen den monochromen, ruhigen Bildflächen und ihren überaus lebendigen und vielfarbigen Randbemalungen, der den Bildern eine ganz eigene Ausdruckskraft verleiht. Eine weitere Steigerung ihrer Präsenz erhalten die neuen monochromen Leinwände durch ihre Formate und ihre Hängung. Wonkun Jun platziert seine neuen Arbeiten in der Weise nebeneinander, dass großformatige monochrom-weiße Gemälde neben monochrom-dunklen hängen. Das Verblüffende daran ist, dass die Gemälde dadurch insgesamt in einen Zustand der Ruhe überführt werden und Gegensätzliches sich aufhebt. Der Gedanke an das fernöstliche Prinzip der ausgleichenden Kräfte Yin und Yang liegt hier nahe. Weiße, großformatige Leinwände halten sich mit dunklen, kleinformatigen gegenseitig in der Waage, wodurch es Wonkun Jun gelingt, neue Gefühle, neue Gedanken und Ideen in den Malprozess einfließen zu lassen. Wonkun Juns Bilder sind das Produkt eines Prozesses, der die Empfindungen des Künstlers durch den Malakt sichtbar manifestiert.

( Der Text über Wonkun Jun stammt von: Andreas Beumers M.A.)

Wonkun Jun

1970 geboren in Seoul, Süd-Korea

lebt und arbeitet in Düsseldorf

Studium

1990 – 1996 Freie Malerei, Chugye-Kunsthochschule, Seoul

1998 – 1999 Freie Malerei, Kunsthochschule der Bildenden Künste in Braunschweig

1999 – 2003 Freie Malerei, Kunstakademie Düsseldorf,

Meisterschüler bei Helmut Federle

Auszeichnungen

2006 – 2007 Wohnatelier Stipendium, The National Art Studio, Goyang, Süd-Korea

2004 – 2005 Stipendium "Stadtmaler", Gaildorf

2000 erster Preis für das Bild "Alles im Fluss", Fa. Plasmaselect, München

Einzelausstellungen

2010 Das Eine und das Andere (mit Naomi Akimoto)

kunstraumno.10, Mönchengladbach

2010 Untitled . Galerie The Box, Düsseldorf

2009 Seasonopening (mit Yeunhi Kim) . Galerie Katharina Krohn,

Basel (CH)

2009 dialogue . Galerie Herold, Bremen

2008 Painting . Galerie Werner Klein, Koeln

2008 Wonkun Jun solo Exbition . Galerie S, Seoul. Sued- Korea 2008

2008 2 junge Koreaner . Galerie Schreier & von Metternich fine art,

Duesseldorf

2007 Blue-vision, Hankeesook Galerie, Daegu, Südkorea

2007 Because, Galerie ON, Südkorea

2006-2007 Because, Galerie in der National Goyang art studio sued-korea 2007

2006 Basic Element . kunstraumno.10, Mönchengladbach

2006 Im Raum . Kunstverein Heinsberg

2005 Neue Bilder . Galerie im Alten Schloss, Gaildorf

2005 Farbfeld . Galerie Konard Moenter, Meerbusch

2004 Stadtmaler-Projekt Atelier open

Stadtmaleratelier im Alten Schloss und Glasurschaufenster, Gaildorf

2004 Abstraktion, Reduktion, Emotion . Galerie in Kultur Forum,

Leverkusen

2003 Der stille Klang . kunstraumno.10, Mönchengladbach

2001 MALEREI . Galerie Konard Mönter, Meerbusch

2000 Form , Farben und Facetten . mit Andrej Henze, Galerie GRAVÜRE,

Essen

Gruppenausstellungen (Auswahl)

2010 Galerie Tongin Aution Galerie (Seoul, Korea )

2010 "Justaposition" Ateliergemeinschaft Emmastrasse, Düsseldorf)

2010 Grosse Kunstausstellung NRW 2010 . Museum Kunstpalast Duesseldorf

2009/2010 Jahresrückblick und Überraschung (Galerie Katharina Krohn Basel,

Schweiz)

2009/2010 Wonderful pictures (Ilmin Art-Museum Seoul, Korea)

2009 Kunstpreis Darmstaedter Sezession, Mathildenhoehe Darmstadt

2009 "weissaufweiss" (Galerie Schreier & von Metternich fine art Duesseldorf)

2008 Gesellschaft fuer Kunst und Gestaltung, Bonn

2008 Chungdam artfair (mit Galerie S, Seoul, Suedkorea 2008 )

2008 KIAF2008 - Korean International Art Fair (Seoul Suedkorea 2008)

2008 Art Amsterdam 2008 (Niederlande)

2008 Zur Kunst erklaert (kunstraumno.10 Moenchengladbach)

2007 Studio open . (Galerie in der Goyang national artstudio Suedkorea 2007)

2007 Grosse Kunst Ausstellung NRW 2006-2007

2006 Grosse Ausstellung Halle 2006 . Kunsthalle Villa Kobe

2006 Ellwanger Kunstausstellung (Schloss ob Ellwangen / Kunstverein

Ellwangen e.V.)

2006 "Wasser" (Künstlerverein Walkmuehle, Wiesbaden)

2005 – 2006 Grosse Kunstausstellung NRW Duesseldorf 2005, Messe Duesseldorf (k)

2004 Galerie am Stadtmuseum, Marlies Fischer-Zoeller, Duesseldorf

2003 Galerie Katharina Krohn, mit Bernd Ribbeck, Christoph Bucher, Schila

Khatami, Basel, Schweiz

2003 STANDORT WECHSEL, Stadthalle Detmold, Detmold (k)

2003 Galerie der Kulturfabrik, mit Chun und Katarina, Krefeld

2003 Junge Künstler - Junger Künstler im Dialog mit Klassikern Moderne,

Galerie am Stadtmuseum Marlies Fischer - Zöller, Düsseldorf

2002 Internationale Kunstausstellung NATUR - MENSCH, Nationalpark Harz (k)

2002 Der Warteraum Schwarz , Rot und Gold, Atelier am Eck,. Düsseldorf

2001 Galerie im LUISENHOF mit Sylbia Zipprick , Claudia Seider, Bochum

2001 EMPRISE ART AWARD 2001, NRW- Forum Kultur und Wirtschaft,

Düsseldorf (k)

2001 Stiftung BILA DE BANK, Enschede, Holland

1997 Studiumabschlußausstellung, Dukwon Galerie, Seoul, Süd - Korea (k)

Sammlungen

Kunstmuseum Kunstpalast

NRW Sammlung

Konkuk Uniklinik

Kyunghee Uni

Gaildorf Stadthaus

Firma Palasma Select


TAG: dufansn1638
Veröffentlicht am 03.09.2010 um 10:41 durch Frank-M. Fischer in DUISBURG, KULTUR, _Top-Meldung
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