Die nordrhein westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft ist die Schirmherrin eines 2tägigen Kongresses, der am 12. und 13. Mai 2011 im Landschaftspark Duisburg Nord stattfinden wird und an dem 1200 Teilnehmer aus ganz Europa mitwirken werden:
„StadtteilLeben“ – Fachkongress zur Zukunft der sozial integrierten Stadt
1.200 Teilnehmende aus NRW und Europa diskutieren am 12. und 13. Mai im Duisburger Landschaftspark-Nord
Politik und Gesellschaft stehen vor komplexen Herausforderungen, denen man strategisch begegnen muss. Dies gilt auch für die Kommunen, die ihre Rolle bei der Bewältigung bedeutender sozialer und ökonomischer Umbrüche finden müssen. Drei Viertel aller Europäer leben in Städten, in komplexen urbanen Strukturen. Solch ein Leben hat Vor- und Nachteile, wobei Letztere häufig für die Menschen existenziell werden, wenn ihnen durch Wandel der wirtschaftlichen Strukturen die Lebensgrundlage entzogen wird. Dann verändern sich auch die sozialen Strukturen erheblich und lassen Städte, vielleicht auch nur einige Stadtteile, leicht in die Kategorie „benachteiligt“ rutschen. Programme wie „Soziale Stadt NRW“ oder Strategien wie die „EU-2020-Agenda“ liefern strategische Antworten auf diese Herausforderungen. Doch wie sieht es mit der konkreten Umsetzung solcher Konzepte vor Ort aus?
Am 12. und 13. Mai 2011 werden Fachleute und Akteure der Europäischen Kommission und des URBACT-Programms, aus Ministerien und Städten – von Bürgermeistern bis hin zu den Stadtteilvertretern – Erfahrungen austauschen und voneinander lernen. Hinter der Veranstaltung „StadtteilLeben“ im Landschaftspark Duisburg-Nord stehen das Städtenetz „Soziale Stadt NRW“, die Stadt Duisburg mit der EG DU Entwicklungsgesellschaft Duisburg mbH und das URBACT II RegGov-Netzwerk. Die Schirmherrschaft hat die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft übernommen.
Drei Jahre gemeinsamer Arbeit im URBACT II RegGov-Netzwerk
Der erste Veranstaltungstag (Donnerstag, 12. Mai) steht ganz im Zeichen einer internationalen Fachkonferenz zum URBACT II RegGov-Netzwerk. URBACT ist ein europäisches Austausch- und Lernprogramm zur Förderung einer nachhaltigen Stadtentwicklung. Das Programm unterstützt Kommunen dabei, gemeinsam integrierte Lösungen für städtische Herausforderungen zu erarbeiten, und bekräftigt die Schlüsselrolle der Städte bei der Bewältigung wachsender komplexer und sozialer Veränderungen.
URBACT hilft den Kommunen, pragmatische Lösungen zu entwickeln, die einerseits innovativ und nachhaltig sind und andererseits die wirtschaftliche, soziale und ökologische Dimension integrieren. Das Programm ermöglicht den interkommunalen Austausch guter Praxisbeispiele und von Erfahrungen mit Fachleuten der Stadtentwicklung aus ganz Europa. URBACT umfasst 300 Städte, 29 Länder und über 5.000 aktive Teilnehmende. Das Programm wird durch die Europäische Union aus dem Strukturfonds für Regionale Entwicklung EFRE kofinanziert.
Duisburg leitet eines von 40 URBACT II-Netzwerken in Europa
Seit 2008 leitet die Stadt Duisburg mit der EG DU Entwicklungsgesellschaft Duisburg mbH in enger Kooperation mit dem Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes NRW und mit besonderer Unterstützung der EU-Generaldirektion für Regionalpolitik das europäische Netzwerk RegGov aus dem URBACT-II-Programm zur Revitalisierung benachteiligter EG DU Entwicklungsgesellschaft Duisburg mbh | Willy-Brandt-Ring 44 | 47169 Duisburg
Ansprechpartnerin: Brigitte Grandt | Telefon: 0203 99429-40 | bgrandt@eg-du.de | www.eg-du.de
Stadtteile. Dabei wird eine enge horizontale und vertikale Kooperation und Steuerung/Governance von der Stadtteilebene bis zu den Ministerien angestrebt – eine für den Erfolg einer langfristigen und nachhaltigen Stadtteilerneuerung entscheidende Herangehensweise. Partnerstädte des von Duisburg geleiteten RegGov-Netzwerkes sind: Halandri (Griechenland), Köbanya (Ungarn), Nijmegen (Niederlande), Nyiregyhaza (Ungarn), Ruda Slaska (Polen), Satu Mare (Rumänien), Siracusa (Italien) und Södertälje (Schweden).
Anschauliche Beispiele erfolgreicher Stadtteilarbeit vor Ort
Am zweiten Tag von „StadtteilLeben“ (Freitag, 13. Mai) soll anschaulich werden, welche Erfolge der stadtteilbezogenen Arbeit die unterschiedlichen Akteure in den vergangenen zwei Jahrzehnten erzielt haben, aus dem europäischen Kontext, aber auch aus der NRW-Praxis. Im Rahmen einer Fachmesse in der Kraftzentrale im Duisburger Landschaftspark Nord stellen rund 50 Städte bzw. Stadtteile ihre Arbeit vor. Zahlreiche Diskussionsforen und Podiumsdiskussionen bieten Raum für vielfältige vertiefende Gespräche.
Benachteiligte Stadtteile benötigen oft eine langfristig angelegte Unterstützung. Das Förderprogramm „Soziale Stadt” ist jedoch nur zeitlich befristet einsetzbar. Eine Antwort auf die Frage, wie Städte trotz schlechter Haushaltslage mit der Aufgabe umgehen, nachhaltige Lösungen dieses Problems zu finden, wird nicht nur aus den präsentierten Beiträgen abzuleiten sein, sondern ist auch in der Broschüre „Verstetigung integrierter Quartiersentwicklung” nachzulesen, die an diesem Tag druckfrisch vorliegen wird.
Das Städtenetz Soziale Stadt NRW
Im Städtenetz „Soziale Stadt NRW“ sind derzeit 36 Kommunen aus Nordrhein-Westfalen vertreten. Das Städtenetz leistet einen interdisziplinären Wissens- und Informationsaustausch, gibt Impulse für die Projektarbeit und die Projektförderung vor Ort. Es bietet einen direkten Kontakt zwischen all denen, die an ähnlichen Fragestellungen arbeiten: Stadtteilkoordinatoren, kommunale Verwaltungen und ihre Kooperationspartner in den Stadtteilen sowie renommierte Institutionen aus den Bereichen Wissenschaft und Beratung. Auf vielfältige Weise finden Zusammenarbeit und Austausch statt, beispielsweise über regelmäßige Treffen und Sitzungen, Publikationen, Workshops, Tagungen, Studienfahrten und eine Intranetplattform.
Auch hier hat die Stadt Duisburg eine Schlüsselrolle übernommen. Sie ist die Schnittstelle zwischen den Akteuren aus Nordrhein-Westfalen und denen auf der nationalen und europäischen Ebene. Duisburg stellt den Wissenstransfer aus und nach NRW sicher. Diese Aufgabe wird gefördert vom Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes NRW.
StadtteilLeben ist eine gemeinsame Veranstaltung des Städtenetzes „Soziale Stadt NRW“, der Stadt Duisburg/EG DU Entwicklungsgesellschaft Duisburg mbH und des URBACT II RegGov-Netzwerkes.
Weitere Informationen: www.soziale-stadt.nrw.de | www.urbact.eu | www.eg-du.de



