Die Spieler des Handball 2. Bundesligisten OSC Rheinhausen konnten auch im letzten Auswärtsspiel der laufenden Spielzeit keine Punkte mitnehmen. In Coburg verloren die Handballer aus dem Westen von Duisburg mit 35:25. Im letzten Saisonspiel in der heimischen Halle an der Krefelder Strasse soll gegen Frankfurt mit einem Sieg ein versöhnlicher Ausklang und eine gute Voraussetzung für das Public Viewing des DFB Pokalfinals geschaffen werden:
Auch im letzten Auswärtsspiel keine Punkte
Es war ein Spiel der vergebenen Chancen aus Sicht des OSC Rheinhausen. Die Olympischen vergaben in Coburg nicht nur die letzte Möglichkeit, die durchwachsene Auswärtsbilanz aufzupolieren, sie scheiterten dabei vor allem zahlreiche Male beim Torabschluss und verhinderten so letztlich ein besseres Ergebnis. Die Partie ging mit 35:25 (16:8) an die Gastgeber.
OSC-Trainer Achim Schürmann wusste diesmal genau, woran es gelegen hatte, dass seine Mannschaft beim HSC 2000 Coburg leer ausgegangen war. „Unsere Chancenverwertung war mal wieder mangelhaft“, haderte Schürmann. Doch warum die Rheinhauser vor dem Tor nicht kaltschnäuzig genug agierten, darauf wusste der 37-Jährige auch nicht auf Anhieb eine Antwort. „Es gibt zwei Varianten. Entweder, wir waren vor dem Tor zu ungeschickt, oder der Coburger Torwart war überragend“, grübelte Schürmann. „Aber wenn ich es mir genau überlege, dann muss ich ganz klar sagen, dass Michal Shejbal im Tor der Coburger bärenstark gehalten hat.“ Der Slowake hatte die Duisburger mit seinen zahllosen Paraden letztlich zur Verzweiflung gebracht.
Dabei hatten die Gäste aus dem Ruhrgebiet gar nicht mal schlecht begonnen. Auf der rechten Seite deckte das Schürmann-Team offen und machte dabei einen guten Job. „Das hat wirklich super geklappt“, freute sich Achim Schürmann. Doch schon in den ersten 20 Minuten vergaben Mirko Szymanowicz und Max Zimmermann zwei Siebenmeter. „In der Phase haben wir es verpasst, dranzubleiben“, so Schürmann, der zwischenzeitlich im Vergleich zur Startformation ein nahezu komplett anderes Team auf das Feld schickte. Schürmann: „Aber auch das hat nichts gebracht – unsere Chancenverwertung hat sich nicht verbessert.“ Nach der Pause zog der OSCTrainer erneut alle Register und stellte auf eine komplett offene Deckung um. „Da haben wir uns auch viele leichte Bälle geholt und konnten etwas verkürzen, aber wir haben es nie geschafft, auf vier oder fünf Tore ranzukommen. Auch in dieser Phase sind wir oft am Torwart gescheitert“, wusste Achim Schürmann, der in seinen Reihen lediglich Matthias Reckzeh, Dennis Backhaus und dem durch eine Erkältung geschwächten Tim Gentges ein gutes Zeugnis ausstellen wollte. Schürmann: „Heute sind wir an uns selbst und am Torwart gescheitert. Es war auf jeden Fall möglich, hier mehr zu holen.“
Ab jetzt gilt die Konzentration aber bereits dem kommenden Heimspiel gegen die HSG Frankfurt Rhein Main. Ihr letztes Heimspiel wollen die Rheinhauser unbedingt gewinnen, um nicht nur den 15. Tabellenplatz zu sichern, sondern anschließend auch beim gemeinsamen Public Viewing des DFB-Pokal-Endspiels zwischen dem MSV Duisburg und den FC Schalke 04 mit den Fans zu feiern. Angepfiffen wird die Partie am Samstag, 21. Mai, um 18 Uhr in der Halle an der Krefelder Straße.
Statistik:
Coburg: Shejbal, Martinsen – Auerbach (10/5), Werner, Munzert (je 6), Andersson (4), Göhl (3), Karapetjan, Kirchner (je 2), Rose, Kelm (je 1).
OSC: Bothe, Reckzeh – Backhaus, Tovornik (je 4), Szymanowicz (4/2), Loschinski, Gentges (je 3), Jörg Schürmann (3/3), Giesbert, Esser (je 2), Zimmermann (1), Schneider, Dickel.
2-Minuten-Strafen: HSC: 2 OSC: 6
7-Meter: HSC: 5/5; OSC: 7/5



