Die Bombenentschärfung am Klinikum Duisburg Wedau am morgigen Dienstag, 16.08.2011 erfordert einen außerordentlich hohen logistischen Aufwand. Allein die Evakuierung der Patienten macht 100 Krankentransporte notwendig:
Bombenfund am Klinikum: 100 Krankentransporte notwendig
Vor Beginn der Bombenentschärfung in Wanheimerort wird es schon ab acht Uhr morgens rund ums Klinikum Duisburg zu Verkehrsbehinderungen kommen. Die Feuerwehr Duisburg organisiert mit vielen Helfern den Transport von Patienten in die Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik (BGU). Rund 100 Krankenfahrten müssen vom Kalkweg über die Wedauer Straße zur Großenbaumer Allee und zurück durchgeführt werden.
Bis 12 Uhr mittags soll das Klinikum evakuiert sein. Um den Transport so reibungslos wie möglich zu gewährleisten, bitten Stadt und Polizei, den Bereich der Fahrstrecke zu meiden. Nach Angaben des Klinikums Duisburg werden Patienten, die nicht transportiert werden können, in sichere Gebäudeteil verlegt. Nach der Entschärfung beginnt der Rücktransport von der BGU zum Klinikum Duisburg.
Die amerikanische Fliegerbombe wurde nach Luftbildauswertungen auf einem Grundstück an der Straße Zu den Rehwiesen gefunden. Der Kampfmittelräumdienst wird die Entschärfung am Dienstag, 16. August 2011, um 13 Uhr vornehmen. Für eine Zehn-Zentner-Bombe gilt ein Evakuierungsradius von 500 Metern (rund 660 Einwohner) , die Sicherheitszone beträgt 1000 Meter (3719 Einwohner). In der Sicherheitszone um den Fundort ist ein zivilschutzmäßiges Verhalten notwendig. Die Menschen sind aufgefordert, sich in Räumen aufzuhalten, die der Fundstelle abgewandt sind. Die Fenster der Wohnung sollten in jedem Fall geschlossen sein. Ein Aufenthalt im Freien ist ab 12 Uhr nicht gestattet.
Mitarbeiter des Ordnungsamtes haben inzwischen alle Anwohner, Firmen und Institutionen über die Verhaltensmaßnahmen informiert. Den Einwohnern der Evakuierungszone, die ihre Häuser verlassen müssen, steht die Kranichschule, Kranichstraße 21-25, ab 11 Uhr als Aufenthaltsort zur Verfügung . Die Kindergruppen der Stadtranderholung, die im Wald am Kalkweg betreut werden, machen am Dienstag einen Ausflug zum Strandbad Wolfssee.
Wenn alle Vorbereitungen nach Plan abgeschlossen sind, werden eine Stunde vor der Entschärfung, ab 12 Uhr mittags, keine Personen und Fahrzeuge mehr in die Sicherheits- und Evakuierungszone hineingelassen. Die Autobahn 59 muss ab 12:45 Uhr zwischen den Autobahnkreuzen Duisburg und Duisburg-Süd (A59/B288) gesperrt werden. Ab 12:55 Uhr stellt die Deutsche Bahn auf der Strecke Duisburg-Düsseldorf den Verkehr ein. Umleitungen und Ausfälle von Haltestellen wird es bei den Buslinien 923, 934, 942, 944 und der Schnellbuslinie 40 geben. Die Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG) wird aktuell über die Medien sowie im Internet unter www.dvg-duisburg.de informieren.
Beginn und Ende der Entschärfung werden durch Lautsprecherdurchsagen bekannt gegeben. Informationen gibt es außerdem im Internet unter www.duisburg.de sowie über CallDuisburg unter 0203/283-2000.
Um die Teil-Evakuierung des Klinikums Duisburg reibungslos durchführen zu können, weisen alle Beteiligten darauf hin, dass Autofahrer die Transportstrecke Kalkweg, Wedauer Straße und Großenbaumer Allee ab 8 Uhr morgens meiden sollten. Die Duisburger Feuerwehr und Hilfskräfte aus den Nachbarstädten und Nachbarkreisen haben über 100 Transporte zwischen den Kliniken zu organisieren.



