Erst wenige Tage alt ist der Nachwuchs im Rio Negro im Zoo Duisburg bei den Rothandtamarinen. Die Zwillinge werden seit der Geburt vom gesamten Familienclan der kleinen Äffchen abwechselnd auf dem Rücken getragen. Heute wurden die neuen Zoobewohner der Presse vorgestellt:
Zwillinge bei den Rothandtamarinen in der Tropenhalle Rio Negro
Ob Amazonas-Flussdelfin, Grüne Leguane, Dottertukane oder Rothandtamarine: die riesige Tropenlandschaft Rio Negro im Zoo Duisburg bietet den Besuchern ein unvergleichliches Eintauchen in die südamerikanische Tierwelt und eine einzigartige, direkte Begegnung damit.
Dazu gehört freilich, eine Gruppe freilaufender Krallenaffen – die Rothandtamarine –
aus nächster Nähe beobachten zu können, wie sie über den Köpfen der Besucher hinweg akrobatisch von Ast zu Ast springen. Ihre Neugierde befriedigen die Tiere auch damit, Kontakt zu den erstaunten Besuchern zu halten, wenn sie teilweise bis auf den Boden herunterkommen und durch Besucherbeine flitzen. Manchmal warten sie aber auch einfach am Baumwipfelblick, der den Besuchern einen großartigen Einblick in die Vegetation und Tierwelt „von oben“ bietet. Das Fell der etwa 30 cm großen Rothandtamarine ist dunkelbraun oder schwarz gefärbt. Namen gebendes Merkmal sind die rötlich-gelben Vorder- und Hinterpfoten. Die kleinen Krallenaffen
sind aufgrund ihrer Geschicklichkeit im Geäst hervorragende Jäger. Sicheren Halt finden sie mit Hilfe der mit Krallen bewehrten Finger und Zehen. Nicht selten werden Sprünge von bis zu 8 m beobachtet!
Diese Leistung können die erst gestern geborenen Zwillinge natürlich noch nicht vollbringen. Sie werden allerdings nicht von der Mutter getragen, wie man erwarten würde. Bei Krallenaffen beteiligt sich der Vater von Beginn an enorm an der Aufzucht, indem er in den ersten Lebenswochen vorrangig die Jungtiere trägt. Erstaunlich ist die Leistung der Jungtiere, die sich dabei von der 1. Lebensminute an aus eigener Kraft auf dem Rücken, im Nacken, über den Hüften oder an den Körperseiten festhalten.



