Eine Niederlage, die zwar deutlich wirkt, aber dennoch nicht nötig gewesen wäre. So könnte das Fazit des heutigen, Sa. 27.08.2011 27:34 (12:13) Ergebnisses des OSC Rheinhausen in der ersten Runde des DHB Pokals gegen den TuSpo Obernburg lauten. Der Grund hierfür ist nach der Analyse von OSC Trainer Achim Schürmann recht simpel, aber dennoch eindeutig: sein Team nutzte die gebotenen Möglichkeiten nicht und verspielte somit die durchaus realistische Möglichkeit in der 2. Pokalrunde auf einen attraktiven Bundesligisten zu treffen:
Pokals-Aus! 27:34 gegen TuSpo Obernburg
Der Pokalfluch der Olympischen hält an. Erneut scheiterte der OSC Rheinhausen
in der ersten Runde des DHB-Pokals – diesmal mit 27:34 (12:13) am letztjährigen
Ligakonkurrenten TuSpo Obernburg. Vor heimischem Publikum machte sich das
Team von Trainer Achim Schürmann selbst das Leben schwer, indem vor allem die
Chancenauswertung mehr als dürftig war.
Wütend und enttäuscht schlichen die Drittliga-Handballer nach dem Erstrunden-Aus gegen die TuSpo Obernburg vom Feld. Wenige Schritte daneben hüpften die Gäste fröhlich auf und ab, lagen sich jubelnd in den Armen. Die Unterfranken, die künftig in der 2. Liga Süd antreten, dürfen nun auf ein Kracher-Los, also ein Spiel gegen einen attraktiven Bundesligisten, hoffen. „Die Chance darauf hätten wir auch noch gerne“, schüttelte OSC-Trainer Achim Schürmann niedergeschlagen den Kopf. „Im Endeffekt spielt man ja auch im Pokal, um so ein Spiel zu bekommen. Wenn Obernburg jetzt Kiel zieht, beißen wir uns richtig in den Hintern.“ Dabei war der letztjährige Ligakonkurrent nicht einmal besser als der OSC. Die Rheinhauser machten sich mit einer schwachen Chancenauswertung selbst das Leben schwer. „So etwas passiert, wenn man eigentlich die klar bessere Mannschaft ist, alles im Griff haben müsste und dann aber die Tore nicht macht“, fasste der Sportliche Leiter Mirko Bernau
zusammen. Trainer Achim Schürmann zählte ganze 24 Fehlwürfe aus dem Feld, dazu einen vergebenen Siebenmeter.
Bis zur Pause lief es noch ordentlich, mit Pech ging es dennoch mit einem knappen
Rückstand in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel nutzten die Gäste dann allerdings jede noch so kleine Schwäche des OSC, um sich abzusetzen. Von 15:15 in der 34. Minute zogen die Obernburger auf 24:17 (44.) davon. Überragender Mann bei den Gästen: Martin Justus.
In den entscheidenden Momenten, als die Hausherren noch einmal auf vier Tore
herankamen, ließen sie die entscheidende Konzentration vermissen. „Wir haben
unfassbare Fehler gemacht“, war Mirko Bernau nicht zufrieden. „In der letzten
Viertelstunde haben wir dann Nerven gezeigt, das ist aber auch eine Frage der
Einstellung“, resümierte Achim Schürmann, der hofft, dass seine Spieler aus dieser
bitteren Niederlage die richtigen Schlüsse ziehen. „Sie haben gesehen, woran
die noch arbeiten müssen. Vielleicht war das nach der starken Vorbereitung nun
der Schuss vor den Bug, den sie brauchten. Natürlich ist es ärgerlich, dass das
ausgerechnet in so einem Spiel passieren musste.“
Am kommenden Sonntag, 4. September 2011, startet für den OSC die Drittliga-Saison mit dem stets emotionsgeladenen Nachbarschaftsduell gegen Bayer Uerdingen. Anwurf der Partie in die Halle an der Krefelder Straße ist um 16 Uhr.
Statistik:
OSC: Reckzeh (1.-37./50.-60.), Bothe (37.-50.) - Szymanowicz (8/3), Wernicke (7), Bochwitz, Gentges, Jörg Schürmann, Schneider, Dickel (je 2), Ranftler, Kress (je 1), Loschinski.



