Als ich heute in den Zoo Duisburg kam, erinnerte ich mich daran, dass das Wetter beim letzten internationalen Tag des roten Pandas fürchterlich war. Es regnete seinerzeit die berühmten Bindfäden und die Termperaturen waren auch nicht gerade angenehm. Heute, Samstag, 17.09.2011 sah es da erfreulicher Weise ganz anders aus, denn es war trocken und warm. Ich sprach den Pfleger der roten Pandas darauf an und er erinnerte sich auch noch, meinte aber, den Pandas sei das Wetter vom Vorjahr sicherlich angenehmer gewesen, denn aus dem Himalaya kommend, liebten sie kaltes, feuchtes Wetter und Temperaturen über 20° seien absolut nicht ihr Ding.
Doch die Temperaturen sind nicht der Grund, warum der rote Panda oder auch kleine Panda in seiner Art bedroht ist. Das liege vielmehr an der ständigen Verkleinerung seines Lebensraumes durch den Menschen und die unerlaubte Jagd auf ihn:
2. Großer Tag zum Schutz des Kleinen Pandas
Am Samstag, den 17.09.2011, fand nun bereits zum zweiten Mal der Internationale Tag des Roten Pandas statt. Nicht nur der Zoo Duisburg sondern Zoos in aller Welt nutzen diesen Anlass, um auf die fortwährende und akute Bedrohung dieser Tierart aufmerksam zu machen. Die auch Kleiner Panda oder Katzenbär genannte Art mit dem markant gefärbten Gesicht ist in Bergwäldern des Himalajas auf einer Höhe zwischen 1.500 und 4.000 m zuhause. Dort sind es vor allem die Zerstörung des Lebensraumes und die Wilderei, die dem kleinen Vertreter der Raubtiere das (Über-)leben schwer machen. Der Bestand der Tiere ist bereits etwa auf erschreckende 10.000 Individuen zusammengeschrumpft. Daher hat sich die weltweit agierende Artenschutz-Organisation „Red Panda Network“ bereits im
letzten Jahr gemeinsam mit Zoos in aller Herren Länder Welt zusammengeschlossen, um bei diesem weltweiten Artenschutz-Event gemeinsam auf die Problematik aufmerksam zu machen und Gelder für Schutzprojekte in Nepal, Indien, Burma und China zu sammeln.
Kinder, die am 17.09.2011 ein selbstgemaltes Bild eines Roten Pandas mit zum Zoo
brachten, erwartete an diesem Tag als Dankeschön freier Eintritt in den Zoo! Die Bilder konnten im Chinesischen Garten abgegeben werden, wo sie im Wasserpavillon aufgehängt wurden.
Alle großen und kleinen Interessierten konnten sich an diesem Tag zwischen 11 und 16 Uhr im Chinesischen Garten des Zoo Duisburg mit Infos rund um den Roten Panda, seine Bedrohung und das vom Zoo Duisburg unterstützte Schutzprojekt eindecken. Kinder hatten Gelegenheit, sich gegen eine kleine Spende spielerisch zum Roter-Panda-Schützer ausbilden zu lassen oder sich als Roter Panda schminken zu lassen. Echte Insider- Geschichten über die beiden Roten Pandas im Zoo Duisburg, PING und AYAKO, wusste der Tierpfleger Hartmut Bolz beim Keeper-Talk um 11 und 13 Uhr zu erzählen.
Spenden für die Projekte von „Red Panda Network“ in Nepal sind herzlich willkommen. Hier werden zusammen mit der einheimischen Bevölkerung Wege gesucht und gefunden, wie man Schutzgebiete vergrößern und die Gefahr für den Roten Panda verkleinern kann!
Sehen Sie in Kürze hier eine ausführliche Fotostrecke zum Besuch bei den roten Pandas und ein Interview mit dem Pfleger Hartmut Bolz.



