Trainer Achim Schürmann vom OSC Rheinhausen hatte Recht behalten. In den vergangenen Partien hatte er immer wieder die mangelnde Chancenverwertung seiner Mannschaft moniert und diese für die unnötigen Niederlagen verantwortlich gemacht. Dieses Mal nutzte das Team Konsequent die Möglichkeiten und kam dadurch beim VfL Eintracht Hagen zu einem hohen 38:26 Erfolg:
Die Überschrift steht: Getroffen und gewonnen!
„Getroffen und gewonnen – die Überschrift will ich lesen“, lachte der
Trainer des OSC Rheinhausen. Die gute Laune kam nicht von ungefähr. Kurz zuvor
hatten die Rheinhauser Handballer das Drittligaduell mit dem VfL Eintracht Hagen
überzeugend mit 38:26 (16:9) für sich entschieden.
Nach sich Handball-Drittligist OSC Rheinhausen zuletzt vor dem gegnerischen Tor
oftmals schwer getan hatte, langten die Olympischen diesmal richtig zu. „Das war
ein Wink in die richtige Richtung und ein ganz wichtiger Sieg“, jubelte Schürmann,
dessen Team an diesmal einen Sahnetag erwischt hatte. Und dabei glänzten die
Rheinhauser nicht nur mit einer prima Angriffsleistung. Auch in der Deckung machte
der Zweitliga-Absteiger einen guten Job. „Wir haben eine super Deckung gestellt,
mit einem ganz starken Matthias Reckzeh dahinter. Und auch ansonsten haben wir
genau das gespielt, was wir uns vorgenommen hatten. Vor allem über den Kreis und von außen haben wir abgeräumt.“ So zählten die beiden Kreisläufer Jörg Schürmann und Dennis Backhaus (gemeinsam 14 Tore) sowie Linksaußen Marcel Wernicke (11 Treffer) zu den besten Schützen der Olympischen.
Die Hausherren, wie der OSC durchwachsen in die Saison gestartet, mühten sich
redlich, die sich früh anbahnende Niederlage (in der 38. Minute führte der OSC mit
20:10), abzuwenden. Doch weder die 6:0-Deckung noch eine 4:2- oder 5:1-Variante brachte die wie entfesselt spielenden Rheinhauser aus dem Konzept. „Wichtig war zunächst, dass wir auch nach der Pause konzentriert weitergespielt haben“, hielt Schürmann fest. „Vor allem haben wir aber auf alles, was Hagen uns vorgesetzt hat, die richtige Antwort gefunden. Sie haben alles versucht, sogar eine komplette Manndeckung. Heute hat bei uns einfach alles gestimmt.“
Ein dickes Extralob bekam neben Matthias Reckzeh im Tor Linksaußen-Routinier
Marcel Wernicke. Schürmann: „Marcel hat im Angriff ein überragendes Spiel gemacht – im Angriff und in der Abwehr.“
Statistik:
OSC: Reckzeh (1.-48.), Bothe (49.-60.) – Wernicke (11), Jörg Schürmann (9/3),
Backhaus (5), Loschinski, Schneider, Dickel (je 3), Kress (2), Gentges, Ranftler (je 1), Bochwitz.
Pokalspiel gegen den TV Aldekerk
Lange können sich die Rheinhauser nach dem tollen Spiel gegen Hagen nicht
ausruhen. Bereits am Dienstag, 4. Oktober, steht die Erstrundenpartie im Pokal des
Handballverbandes Niederrhein (HVN) gegen den TV Aldekerk an. „Aldekerk ist eine
starke Mannschaft. Sie sind aus der 3. Liga gerade erst abgestiegen und gehören in der Oberliga zu den Aufstiegsfavoriten. Da müssen wir von Beginn an konzentriert zu Werke gehen, um uns nicht die Butter vom Brot nehmen zu lassen“, erwartet Achim Schürmann, der nachschiebt: „Wenn wir so wie gegen Hagen spielen, dann sehe ich kein Problem.“ Fehlen wird Sören Kress, der noch immer seine Grundausbildung bei der Bundeswehr absolviert.
Anwurf der Partie in der Vogteihalle in Kerken ist um 20 Uhr.



