Der Begriff des co-working-space ist in den USA weit verbreitet, auch der Inhalt verbreitet sich immer stärker. Auch in Europa gibt es diese neue Form der Zusammenarbeit schon an vielen Orten und so fasst er auch langsam aber sicher in Deutschland Fuss. Auch Duisburg, so die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung von der Expo-Real in München ist bestrebt co-working-spaces zu etablieren:
Co-working-spaces am Wirtschaftsstandort Duisburg
Raum für mehr Lebensqualität, Kreativität, Effizienz und Interaktion
Co-working ist ein Trend zur Schaffung neuer Arbeitsorte für
kreatives Arbeiten. Derzeit entstehen in vielen Städten derartige co-workingspaces.
Dies sind Büroflächen, an denen sich Freiberufler, Kreative oder
kleine Ausgründungen (start-ups) unterschiedlichster Fachrichtungen
zusammenfinden und von der Arbeit des jeweils anderen profitieren. So
entstehen projektbezogene Arbeitsgemeinschaften, in denen interdisziplinäre
Lösungsansätze gefördert werden. Da die Arbeitsplätze und die mit ihnen
zusammenhängende Infrastruktur tages-, wochen- oder monatsweise
gemietet werden können, sind co-worker flexibel und kostengünstig
aufgestellt. Ein Betreiber organisiert die Kommunikation in diesen neuen
kreativen Arbeitsorten. In so genannten „Jellys“ werden regelmäßig Ideen
ausgetauscht und diskutiert, es werden Workshops oder brainstormings
angeboten. Viel Wert wird von den co-workern auf die Möglichkeit zu
informeller Kommunikation gelegt – trendige Kaffeebars und Lounge Ecken
gehören fast immer zur Ausstattung.
Im Übrigen sind die Büroräume offene, einfach und günstig erstellte Räume.
Räume mit der heutzutage unerlässlich hochmodernen Infrastruktur durch
w-lan mit Glasfaseranbindung – sonst aber eher improvisiert mit einer
bunten Mischung verschiedener Einrichtungsstile. Mit Großraumkonzepten
oder Kombibüro-Konzepten, wie sie im traditionellen Büromarkt als
Möblierungssysteme angeboten werden, haben co-working-spaces wenig
gemeinsam.
aib besetzt als Architekturbüro das Kompetenzfeld co-working
„Kreativität als Lebenspraxis ist längst eine allgemeine Herausforderung der
Arbeitswelt geworden, die zunehmend auch Bereiche erfasst, die vormals
technokratisch oder kommerziell geprägt waren. Orte für Kreativität und
Projektarbeit werden auch bei großen Firmen immer wichtiger“, berichtet Kai-
Uwe Lompa, Geschäftsführender Partner des Duisburger Architekturbüro aib.
Die Architekten der aib erleben den Trend des co-working aus unterschiedlichen Blickwinkeln. „Seit langem bieten wir jungen Kollegen, vom Praktikanten bis zum Diplomanten und unseren freien Mitarbeitern Raum und Infrastruktur, um eigene Projekte zu kreieren, zu planen und zu realisieren.
Schon das schafft eine Atmosphäre von Kreativität und Ideenaustausch,
von der beide Seiten profitieren“, so Lompa. „Diese Selbsterfahrung hat uns
sensibel für das Thema co-working gemacht. Für uns als Architekten, die
sich auf die Planung und den Bau innovativer Arbeitswelten spezialisiert
haben, ist die genaue Beobachtung aller Trends in der Entwicklung der
Arbeitswelt von erheblicher Bedeutung“, meint Lompa. Nachgefragt werden
co-working-spaces zunehmend auch von größeren Firmen für Projektarbeit.
Dies zeigt, wie tiefgreifend die veränderten Anforderungen an die Arbeit
geworden sind. Solche neu entstehenden Arbeitsstrukturen zu verstehen
und diese in geeigneter Weise in gebaute Realität zu übertragen, gehört zum
Tagesgeschäft der aib.
Co-working in Duisburg
In Kooperation mit der GFW Duisburg haben die Architekten des Büro aib die
Thematik co-working in Duisburg mit ersten Veranstaltungen eingeführt.
„In Duisburg gibt es rund 700 Unternehmen aus der Kultur- und
Kreativwirtschaft mit über 4.000 Beschäftigten. Dabei handelt es
sich überwiegend um arbeitsintensive, eher kapitalschwache Klein und
Kleinstunternehmen. An Freiberuflern und Beschäftigten aus
wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen weist die Statistik für
Duisburg über 6.000 Beschäftigte aus. Zukünftig wird es vor allem darum
gehen, diese kreativen Talente hier zu halten. Viele Hochqualifizierte
verlassen derzeit die Stadt nach dem Studium wieder. Dem könnten
unter anderem co-working-Angebote entgegenwirken“, sagt Ralf
Meurer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung
Duisburg. Wer sich den Arbeitsort aussuchen kann, vergleicht Kultur-
und Kneipenangebote, bewertet Wohn- und Mobilitätskonzepte. „Zwar
entwickeln sich die Kreativquartiere Ruhrort und Marxloh ebenso wie die
Szenetreffs im Dellviertel, im Univiertel Neudorf und am Innenhafen auch
dank privatwirtschaftlicher Initiativen. An co-working-Flächen, wie sie in
einigen Nachbarstädten schon bestehen, fehlt es in Duisburg aber noch.
Co-working- Angebote punkten im besten Fall gleich dreifach: Das kreative
Arbeitskonzept, die Location und die Kosten stimmen“, so Meurer.
Zielvorstellung von aib und Wirtschaftsförderung ist es, die
Interessengruppen zusammenzuführen. Eigentümer, potenzielle Betreiber
und Nutzer von co-working will man demnächst ins Gespräch bringen.




André
05.10.2011 18:38Da trifft es sich doch gut, dass wir auf unserer schönen Weide ab sofort 10 Co-Working-Plätze anbieten.
Bei Interesse einfach an die Rheinschafe wenden!
www.rheinschafe.de
Viele Grüße von der Weide,
André
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