Am kommenden Donnerstag, 20.10.2011 wird im LehmbruckMuseum Duisburg im Rahmenprogramm der Ausstellung "100 Jahre Kniende" das 2. Konzert veranstaltet. Der Titel: Als die Ballets Russes zu Meissner Porzellan wurden - klingt vielversprechend und geheimnisvoll zugleich. Das Konzert ist auch Auftakt zu einer Aktion, die den Altersdurchschnitt bei solchen Veranstaltungen nach unten senken soll, denn das Motto lautet: "Schüler ins Konzert". Um dieses Postulat mit Leben zu füllen, wurden auch sogleich SchülerInnen für Donnerstag ins Museum eingeladen, die zunächst durch die Ausstellung geführt werden und anschließend dem Konzert lauschen werden:
Auftakt der Aktion "Schüler ins Konzert - senkt die Altersquote!" zum 2. Konzert im LehmbruckMuseum
Am Donnerstag, 20. Oktober, findet im LehmbruckMuseum das zweite Konzert im
Rahmen der Ausstellung "100 Jahre Lehmbrucks Kniende" statt. Dieses Konzert
ist auch der Auftakt zur Aktion "Schüler ins Konzert - senkt die
Altersquote!", mit der das LehmbruckMuseum Schüler_innen zu seinen Konzerten
einlädt. Am Donnerstag besuchen als erste zehn Schüler_innen der 11. Klasse
der Freien Waldorfschule Dinslaken mit ihrem Musiklehrer Matthias Moser das
Museum, um nach einer Führung durch die Ausstellung das Konzert "Als die
Ballets Russes zu Meissner Porzellan wurden" zu hören. An der Freien
Waldorfschule Dinslaken wird eine sehr intensive musikalische Förderung
angeboten: So spielt ab der 7. Klasse, der sogenannten Bläserklasse, jedes
Kind ein Instrument, zudem üben die Klassen schon früh, auch öffentlich
aufzutreten, in diesem Jahr etwa im Rahmen der ExtraSchicht. Interessierte
Schüler spielen später im Schulorchester beziehungsweise in der Oberstufe
oder nach Beendigung der Schulzeit in der Waldorf Jazzconnection.
Mit dem Programm dieses Abends kommen zwei Werke zur Aufführung, die zu
großen "Abenden" im Repertoire der berühmten Ballets Russes wurden -
Frédéric Chopins "Grand Valse" für das Ballet "Les Sylphides" und Robert
Schumanns "Carnaval" - beide Stücke wurden von Michael Fokine
choreografiert. In der Ausstellung sind die durch Fokines Choreografie für
Schumanns "Carnaval" (1910) inspirierten, wunderschönen Porzellanfigurinen
der Meissner Manufaktur zu sehen, sodass für die Konzertbesucher_innen die
seltene Möglichkeit besteht, als "Auch-Ausstellungsbesucher" die Musik zu
hören, zu der Meissens Pierrot, Harlekin, Florestan und Colombine tanzen -
und vice versa.
Klavier-Solist_innen des Abends sind Professor Till Engel von der Folkwang
Universität der Künste sowie seine Ausnahme-Studentin Phuong Ni Nguyen. Till
Engel studierte an der Hochschule für Musik in Hannover bei Professor
Bernhardt Ebert (Klavier) und Professor Heinrich Sutermeister (Komposition).
Bei Wilhelm Kempff und Alfred Brendel setzte er seine Studien fort und
erarbeitete sich schon früh ein großes und vielseitiges Repertoire. Als
Solist trat er mit international renommierten Orchestern unter bedeutenden
Dirigenten auf, unter anderem spielte er mit den Wiener Philharmonikern, den
Festival Strings Luzern, dem NDR Symphonieorchester oder dem New York
Chamber Orchestra. Zahlreiche Plattenaufnahmen und Uraufführungen
zeitgenössischer Musik gehören ebenso zu seiner künstlerischen Tätigkeit.
Dieses und die weiteren fünf Konzerte finden in der Glashalle statt, in der
auch Teile der Ausstellung "100 Jahre Lehmbrucks Kniende - Paris 1911" zu
sehen sind - das Museum wird für diese Anlässe gleichsam zum Salon. Jeder
Konzertabend beginnt mit einer Einführung der Musikhistorikerin und
Gastkuratorin der Ausstellung, Denise Wendel-Poray. Einzelkarten für das
Konzert kosten 18, ermäßigt 12 Euro, Tickets können während der
Öffnungszeiten im Museum (keine Reservierung), an der Abendkasse sowie über
das Servicebüro des Theaters Duisburg und WestTicket erworben werden.
Aufgrund der Einschränkungen für Ausstellungsbesucher_innen erhebt das
LehmbruckMuseum am Donnerstag zwischen 18.30 Uhr und 21 Uhr nur den
ermäßigten Eintritt. Der Lehmbruck-Trakt mit der Sammlungspräsentation sowie die übrigen Räume der Ausstellung und das Café sind jedoch wie gewohnt
zugänglich.



