8:12 Punkte, so lautet die bisherige Bilanz in der laufenden Spielzeit der 3. Handball-Liga West und das kann und darf den OSC Rheinhausen keineswegs zufrieden stellen. Nach der Heimniederlage der vergangenen Woche soll daher am morgigen Samstag, 12.11.2011 eine Trotzreaktion in Minden erfolgen und ein Schritt in Richtung Bilanzverbesserung vorgenommen werden:
Jetzt erst recht: OSC will in Minden punkten
Trotz der Niederlage gegen den Leichlinger TV gab es für Handball-Drittligist OSC
Rheinhausen am vergangenen Sonntag auch viel Positives, was das Team von
Trainer Achim Schürmann aus dem Spiel mitnehmen konnte. Zum einen macht
das starke Comeback von Torjäger Mirko Szymanowicz Mut, zum anderen wussten
auch zahlreiche junge Spieler im Team, wie unter anderem Sören Kress und Maik
Schneider, zu überzeugen. Diese Eindrücke und die gute Leistung der zweiten
Halbzeit gegen Leichlingen lassen auch auf Punkte im nun anstehenden Spiel gegen
den TSV GWD Minden II am Samstag (18.30 Uhr, Halle Hauptschule Dankersen)
hoffen.
„8:12 Punkte – das ist sicherlich nicht das, was wir uns von der Punktausbeute
her vorgestellt haben. Zumal in diesem Jahr noch zwei, drei Topteams auf uns
warten.“ Die sechste Niederlage, die vierte vor heimischem Publikum, bewog auch
den Sportlichen Leiter Mirko Bernau, sich zur aktuellen sportlichen Lage zu äußern.
Dabei macht der Ex-Profi neben einem großen Manko aber ebenfalls auch viel
Positives aus. „Handballerisch haben wir uns im Vergleich zur Vorsaison sicherlich
weiterentwickelt“, stellt Bernau fest. „Allerdings unterliegen unsere Leistungen
immer wieder zu vielen Schwankungen und das bezieht sich nicht einmal auf die
jungen Spieler, sondern auch auf die arrivierten Kräfte.“ So fordert Bernau künftig
vor allem mehr Konstanz ein. „Wir müssen eine Grundkonstanz hineinbekommen,
damit wir regelmäßig ein gutes Grundniveau abrufen können. Das bezieht sich auf
die Torhüter, die Abwehr und den Angriff. Davon ist niemand ausgenommen.“
Ein großes Plus auf dem Weg dahin sollen die mannschaftliche Geschlossenheit und
die gute Stimmung innerhalb des Teams sein. Bernau: „Die Mannschaft hat einen
tollen Charakter, ist absolut intakt. Ich erwarte, dass sich diese Stärke nun auch
auf dem Feld zeigt. Alle müssen gemeinsam eine Schippe drauflegen, gemeinsam
zehn Prozent mehr geben und so gemeinsam auch wieder positive Überraschungen
zeigen. Wir brauche jetzt dieses Jetzt-erst-recht-Gefühl.“
Die nächste Bewährungsprobe wartet auf die Rheinhauser bereits am Samstag, wenn
das Schürmann-Team auf die Zweitvertretung aus Minden trifft. „Minden hat zwei
Gesichter: Zum einen die normale Mannschaft, zum anderen die Topmannschaft.
Wir haben Pech. Da die erste Mannschaft erst am Sonntag spielt, werden wir wohl
auf die Topmannschaft treffen“, ahnt Schürmann. „Allerdings haben wir in den
vergangenen Jahren immer gute Erfahrungen in Minden gemacht. Daher hoffe ich,
dass wir auch diesmal mit etwas Zählbarem nach Hause kommen.“ Zur Vorbereitung
auf die Begegnung gab es unter der Woche eine besondere Trainingseinheit.
Gemeinsam mit dem befreundeten Zweitligisten HSG Düsseldorf, der am Sonntag
gegen die GWD-Erste antritt, bereitete sich der OSC vor.
Mit Rückkehrer Mirko Szymanowicz, der am Wochenende durchweg gute Noten
bekam, und Routinier Marcel Wernicke, er hofft, dass seine Rückenprobleme
behoben sind, wollen die Duisburger die Aufgabe Minden meistern. „Mir Mirko
haben wir direkt 30 Prozent mehr Qualität im Team. Und auch Marcel ist, wenn er
fit ist, eine absolute Stütze“, weiß Bernau, der auf dem weiteren Weg auch auf die
Unterstützung der OSC-Fans hofft. „Mein Appell geht auch an unserer Zuschauer. Wir müssen gemeinsam zusehen, dass wir die Krefelder Straße wieder zu einer Festung machen. Ich warne davor, jetzt nur unzufrieden zu sein. Als Zweitligaabsteiger gehört man eben in diesem Jahr nicht automatisch zu den Favoriten. Die Rechnung geht nicht auf. Wir sehen, dass die 3. Liga nicht mehr zu vergleichen ist mit der Regionalliga, die wir kannten. Das Niveau ist deutlich besser geworden. Mit der Unterstützung unserer Zuschauer können wir aber weiterhin etwas bewegen.“



