Eine Trotzreaktion beim Auswärtsspiel in Minden hatten die Handballer des OSC Rheinhausen angekündigt, aber diese blieb aus. Stattdessen verschliefen die Spieler von Coach Achim Schürmann wieder die Anfangsphase, gerieten so deutlich in Rückstand und verloren schließlich mit 25:31 und das völlig verdient:
Bittere Niederlage in Minden
Die Leistung des OSC Rheinhausen beim 25:31 (12:18) gegen GWD Minden II in
der 2. Liga West konnte und wollte Achim Schürmann nicht beschönigen. „Das war
einfach nur schlecht“, musste der OSC-Coach das Gezeigte zusammenfassen. Einzig Mirko Szymanowicz, der nach seiner Knieverletzung erst sein zweites Spiel bestritt, stach heraus und avancierte mit seinen neun Treffern zum besten Torschützen der Rheinhauser.
Wie zuletzt schon mehrfach, verschlief der OSC Rheinhausen auch in Minden die
Anfangsphase komplett und geriet durch vier individuelle Fehler schnell mit 0:4 in
Rückstand. „Dem Abstand sind wir dann eine ganze Zeit lang hinterher gelaufen,
ehe Minden dann zur Pause sogar noch auf 18:12 erhöhen konnte“, seufzte Achim
Schürmann, dessen Team es im zweiten Durchgang sogar noch einmal spannend
machte. Bis auf zwei Tore kamen die Rheinhauser in der 48. Minute heran, als
Mirko Szymanowicz, der beste Duisburger auf dem Feld, zum 25:23 verkürzte.
Als dann sogar Mindens bester Werfer, Markus Fuchs, die dritte Zwei-Minuten-
Strafe kassierte und nur noch zuschauen konnte, schienen die Chancen des OSC
zu steigen. Doch in den folgenden zwölf Minuten gelangen den Rheinhausern nur
noch zwei Treffer. Die vierte Niederlage in Folge war damit besiegelt. „Alle haben
die Verantwortung regelmäßig auf Mirko Szymanowicz geschoben, der sich nach
seiner Rückkehr mehrfach allein aufgerieben hat. Die Torhüter waren schlecht und
auch die Feldspieler“, schimpfte Schürmann und nahm lediglich Szymanowicz aus
seine Kollektivschelte heraus. „Er hat als einziger seine Arbeit gemacht.“ Vor allem
in der Abwehr bekam die Mannschaft die starke linke Seite der Hausherren, vor der
Schürmann eindringlich gewarnt hatte, nicht in den Griff.
Ausschlaggebend dürfte aber die hohe Fehlerquote des OSC gewesen sein. 21
Fehlwürfe und 24 technische Fehler offenbarte die Statistik. Hinzu kam, dass mit
Jens Bothe und Matthias Reckzeh auch beide Torhüter kaum etwas zu fassen
bekamen. 13 Paraden standen dort zu Buche. Schürmann: „Es war ein wahres
Fehlpassfestival. Wenn man sich das anschaut, dann hatten wir 45 Fehlangriffe bei
nur 25 Toren. Das spricht für sich.“
Am kommenden Samstag, 19. November, steht mit dem Heimspiel gegen die Zweitvertretung des TBV Lemgo das nächste schwere Spiel an. Anpfiff in der Halle an der Krefelder Straße ist um 19.30 Uhr.
Statistik:
OSC: Bothe (1.-40./50.-60.), Reckzeh (41.-49.) - Szymanowicz (9), Jörg Schürmann (6/4), Backhaus, Dickel, Gentges, Wernicke, Bochwitz (je 2), Kress, Ranftler, Schneider, Loschinski.



