Der Trainer des OSC Rheinhausen, Ex-Nationalspieler Achim Schürmann hat beim Handball 3. Ligisten aus dem Duisburger Westen das Handtuch geworfen und steht ab sofort nicht mehr als Trainer zur Verfügung. Der bisherige katastrophale Saisonverlauf des OSC hat den 37jährigen zu diesem Schritt veranlasst, der von offizieller Seite des Vereins mit grossem Bedauern aufgenommen wurde:
Achim Schürmann verlässt den OSC
Handball-Drittligist OSC Rheinhausen muss ab sofort ohne Trainer Achim Schürmann
auskommen. Der 37-Jährige legte heute sein Amt nieder und zog damit persönliche
Konsequenzen aus der zuletzt gezeigten Leistung seiner Mannschaft. Das Training
leitet ab sofort das Interims-Trainergespann Dirk Rahmel und Ralf Gangelhoff. Beide
werden auch beim kommenden Heimspiel gegen die HSG Handball Lemgo II am
Samstag verantwortlich auf der Bank sitzen.
Achim Schürmann: „Diese Entscheidung ist mit sehr schwer gefallen und ich habe
sie mir nicht leicht gemacht. Mein Herz hängt an diesem Verein und an dieser
Mannschaft. Doch zuletzt hat die Mannschaft meine Vorstellung von Handball nicht
mehr umgesetzt.
Ich denke, frischer Wind kann belebend sein. Ich wollte dem Team diese Möglichkeit geben und hoffe, dass die Mannschaft jetzt endlich das abrufen kann, wozu sie ganz sicher im Stande ist. Ich bin fest davon überzeugt, dass in dieser Truppe mehr steckt als das, was sie zuletzt gezeigt hat.
Wir hatten hier eine bombastische Zeit zusammen, die gekrönt wurde durch den
Aufstieg und eine tolle Zweitligasaison. Ich werde dem Verein auch weiterhin sehr
verbunden bleiben.“
Achim Schürmann, ein Rheinhauser Urgestein, hatte den damals abstiegsbedrohten
OSC Rheinhausen 2007 übernommen, in ruhige Fahrwasser geführt und schließlich
in der Saison 2009/10 den Aufstieg in die 2. Liga geschafft. Dort belegten die
Rheinhauser Platz 15, ein Rang, der in den Vorjahren stets zum Klassenerhalt
gereicht hätte. Durch die Ligenreform und den dadurch bedingten vermehrten
Abstieg ging es für den OSC aber in die 3. Liga West. Dort stehen die Duisburger
aktuell auf Platz zehn.
Reaktion von Geschäftsführer Steffen Dauter: „Wir bedauern Achim Schürmanns
Entscheidung unglaublich, respektieren aber seinen Wunsch. Wir hätten sehr gerne
weiterhin mit ihm zusammen gearbeitet, müssen seine Entscheidung aber leider
akzeptieren und wünschen ihm weiterhin alles Gute. Wir wissen, dass er dem Verein
auch weiterhin verbunden sein wird.“
Auch Mirko Bernau, Sportlicher Leiter des OSC, reagierte geschockt auf die
Entscheidung Schürmanns. Mirko Bernau: „Ich muss das erst einmal verdauen. Ich persönlich finde sehr schade.“
Die Vorbereitung auf das anstehende Heimspiel gegen Lemgo II, den derzeitigen
Tabellenführer der 3. Liga West, werden Dirk Rahmel und Ralf Gangelhoff
übernehmen. Beide bedauern ebenfalls die Entscheidung Schürmanns.
Dirk Rahmel: „Das ist sehr schade für den gesamten OSC. Gegen Lemgo können wir
nun zeigen, dass wir Kerle sind und für Achim spielen. Dazu müssen wir jetzt den
Schock so schnell wie möglich aus den Köpfen bekommen, um uns vernünftig auf
das Spiel gegen den Tabellenführer vorzubereiten.“



