Am Mittwoch, 30.11.2011 und am Donnerstag, 01.12.2011 steht in der Philharmonie der Duisburger Mercatorhalle das 4. philharmonische Konzert der Duisburger Philharmoniker auf dem Programm. Dirigiert wird es von dem chinesischen Dirigenten Muhai Tang. Als weiterer Gast ist Daniel Müller-Schott am Violoncello vor Ort:
4. Philharmonisches Konzert
Mi 30. November / Do 01. Dezember 2011, 20.00 Uhr
Philharmonie Mercatorhalle
Muhai Tang Dirigent
Daniel Müller-Schott Violoncello
Antonín Dvořák
Konzert für Violoncello und Orchester h-Moll op. 104
Franz Liszt
Zwei Episoden aus Lenaus „Faust“ S. 110:
Der nächtliche Zug
Der Tanz in der Dorfschenke
Ungarische Rhapsodie Nr. 2 cis-Moll S. 244/2
Früher Ruhm in Moskau
Daniel Müller-Schott und Muhai Tang zu Gast beim 4. Philharmonischen Konzert Talent ist eine schöne Sache. Aber wer es hat, braucht auch diejenigen, die es erkennen, fördern und der Welt bekannt machen. Muhai Tang und Daniel Müller-Schott haben beide von der Unterstützung durch große Kollegen profitiert – der chinesische Dirigent und der deutsche Cellist sind zu Gast beim vierten Philharmonischen Konzert am Mittwoch 30. November und Donnerstag 1. Dezember um 20 Uhr in der Philharmonie Mercatorhalle.
Im Falle Muhai Tangs war es der große Herbert von Karajan, der den in Europa noch völlig unbekannten chinesischen Nachwuchsdirigenten in der Saison 1983/84 zu den Berliner Philharmonikern einlud. Karajan wusste natürlich genau, was er tat – und der Erfolg gab ihm Recht. Es folgte eine rasche internationale Karriere, die Muhai Tang unter anderem auf Chefpositionen an der Finnischen Nationaloper in Helsinki, dem Gulbenkian Orchester Lissabon und dem Zürcher Kammerorchester führte. Seit 2009 leitet er auch das Philharmonische Orchester seiner Heimatstadt Shanghai.
Daniel Müller-Schott wurde auf seinem künstlerischen Weg gleichfalls durch eine große Mentorin begleitet: Er war der erste Stipendiat der 1997 gegründeten Anne-Sophie-Mutter-Stiftung. Schon 1992 hatte der gebürtige Münchner als erster deutscher Cellist den legendären Moskauer Tschaikowsky-Wettbewerb gewonnen – mit gerade einmal 15 Jahren. Der junge Musiker verbrannte sich freilich nicht am frühen Ruhm; er arbeitete konsequent weiter an der Entwicklung seiner künstlerischen Persönlichkeit und konnte schließlich 2003 im Interview stolz bekunden: „Ich bin mir meines Musizierens sehr sicher.“ Technische Geschmeidigkeit, Stilsicherheit und die zwingende Rhetorik seines Spiels machen Daniel Müller-Schott zu einer Ausnahmeerscheinung in der gegenwärtigen Musikszene.
Der Cellist konnte in diesem Jahr auch als Lehrer des renommierten Duisburger Meisterkurses gewonnen werden, der vom 1. bis 3. Dezember 2011 im kleinen Konzertsaal der Folkwang Universität Duisburg stattfindet und allen Interessierten bei freiem Eintritt offen steht. Das Abschlusskonzert des Meisterkurses findet am Sonntag, dem 4. Dezember um 11 Uhr, ebenfalls im kleinen Saal der Folkwang Universität der Künste statt. Der Eintritt kostet 10 Euro, ermäßigt 6 Euro.



