(x) SCHLIESSEN

Duisburg, im Oktober 2011

Liebe Freunde,

was jetzt kommt ist uns nicht leicht gefallen. Aber nach über einem Jahr der internen Diskussion und dem Abwägen aller Pro- und Contra-Argumente haben wir uns entschlossen, DuisburgFans.de in der aktuellen Form nicht weiter zu führen.

Die Gründe die zu dieser Entscheidung führten sind so vielfältig wie diese Stadt und ihre Bewohner.

Unter www.Duisburg365.de führt Frank M. Fischer - ehem. Redaktionsleiter DuisburgFans.de - die Plattform eigenständig weiter.

Wen die Gründe für unsere Entscheidung interessieren, wird folgend fündig

Als die Idee zu DuisburgFans.de 2005 entstand und wir am 09.09.2009, also vor gut zwei Jahren online gingen, sollte dies eine Plattform für die guten Dinge in dieser Stadt werden. Ein freier Raum für Ideen, Meinungen und eine offene Plattform der Interaktion.

Es kam ganz anders

Dem Ansatz unseres Denkens liegt in der Regel Ganzheitlichkeit zu Grunde, weshalb wir uns Ende 2008 – nach Jahren der Ideenausbrütung und im Vorfeld des immer konkreter werdenden Wunsches, die Idee auch in die Tat umzusetzen – die Duisburger Web-Szene noch einmal ganz genau anschauten und feststellten:
"Da gibt es schon was." Es gab sogar eine ganze Menge.

Mehr oder weniger interessante Communities, Blogs, Fotoseiten und vieles mehr. Wir dachten uns "Hey – wir sind Konzepter, Designer und Entwickler. Diese Leute schreiben, fotografieren, erzählen. Lasst uns gemeinsam etwas auf die Beine stellen."

Also begannen wir, Kontakt aufzunehmen

Telefonisch, persönlich und auf den Kommunikationskanälen des Internets luden wir Akteure, welche uns auffielen dazu ein, Teil des Projektes zu werden.

Um erst einmal festzustellen, dass unserer naiven Vorstellung von "gemeinsam mehr erreichen", ein Denkfehler zu Grunde lag. Nämlich anzunehmen, dass ähnlich Gesinnte die Zeit und den Raum finden würden, diesem Gedanken folge zu leisten ;)

Nichts desto trotz gab es jedoch eine beachtenswerte Anzahl an Unterstützern, denen wir bis heute für das Verstehen der Idee, Ihren Input und Ihre konstruktive Kritik sehr dankbar sind.

Letztlich gab es eine ausreichende Zahl an interessierten Kooperationspartnern, so dass wir ab Mai/Juni 2009 mit der technischen Entwicklung der Plattform begannen.

Der erste und für uns wichtigste Grund für das Ende von DuisburgFans.de

Unserem Anspruch, die Plattform sukzessive auszubauen und Interaktionsmöglichkeiten zu schaffen, welche es DuisburgFans erlauben, Fotos mit anderen zu teilen, Ihre Lieblingsorte zu kommunizieren, Ideen und Texte zur Diskussion zu stellen und deren Umsetzung zu beflügeln, konnten wir bis heute nicht gerecht werden. Wir hatten ursprünglich nicht vor ein Redaktionsteam bereitzustellen und eigenständig Inhalte zu produzieren, sondern wollten den Fans und Freunden dieser Stadt die Möglichkeit geben, dies für sich selbst zu tun. Auch – und gerade aufgrund der Entwicklung auf eindeutig zweckbetriebener und meinungsmachender Plattformen lokaler/regionaler Medien.

Wir halten eine solche Plattform unabhängig von sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder Qype auf lokaler/regionaler Ebene weiterhin für sinnvoll und werden uns auch in Zukunft dafür engagieren, dass Duisburg eine solche erhält.

Allerdings erst dann – und jetzt kommt der zweite und für uns sehr schmerzhafte Beweggrund – wenn wir das Gefühl haben, wieder in einer Stadt zu leben, deren Fans zu sein wir uneingeschränkt behaupten können.
Im Laufe der vergangenen 15 Monate haben wir in dieser, unserer Stadt Dinge miterlebt, die wir so nicht für möglich gehalten hätten. Und wir hoffen sind uns sicher, dass es vielen, wenn nicht dem Großteil der Duisburgerinnen und Duisburger ebenso geht.

Wir beziehen uns dabei weniger auf die tragischen Ereignisse am 24. Juli 2010 im Rahmen der Loveparade, zu deren Befürwortern wir im Vorfeld selbst gehörten und deren tragischen Ausgang wir bis heute zutiefst bedauern, als vielmehr auf die vielen kleinen aber gezielten Nadelstiche gegen das kulturelle Leben in dieser Stadt.

Sei es die Entwicklung rund um das Djäzz, das Hundertmeister, das goldengrün, die Geschehnisse rund um die Schulräumung in Duisburg Laar, das goldengrün, das Lokal Harmonie, das Museum Küppersmühle, Soul am See… und wahrscheinlich noch einige Dinge mehr, die wir persönlich nicht auf dem Schirm haben.

Ein Grund

Entgegen aller Gerüchte, die von Zeit zu Zeit von uns kopfschüttelnd wahrgenommen wurden, erhielten wir für die Arbeit an DuisburgFans.de keinen Cent. Weder von der Stadt, von Stadt nahen Gesellschaften, Privatpersonen oder Unternehmen. Und das ist auch gut so. Im Gegenteil, wir investierten Zeit, Herz und alle Ressourcen, die es braucht, ein solches Projekt zu betreiben.

Wir schufen DuisburgFans.de aus einem einzigen Grund – Überzeugung.
Und aus eben diesem Grund wird es DuisburgFans.de ab heute in der jetzigen Form nicht mehr geben.

DuisburgFans.de

Auch wenn DuisburgFans.de unserer Stadt aktuell nicht weiterhelfen kann, so gibt es doch viel Empfehlenswertes in Duisburg. Hier kannst Du Dir bis zu einer möglichen Wiederkehr von DuisburgFans.de die Zeit vertreiben:

baba su, goldengrün, Djäzz, Café Kaldi, Duisburger Philharmoniker, High5Club, Buon Giorno Maria, der kleine Prinz, HafenCurry, Porticello, Omma Paula, MKM, DKM, Innenhafen, Filmforum, MSV Duisburg, Becker Schmitz, Ein Zebra in der Achterbahn, Kees Jaratz, Deutsche Oper am Rhein – Duisburg, Lehmbruck Museum, Theater Duisburg, sbm, Glück Friseur & Café, stART, Gabi Petrick, Cubus Kunsthalle, Heinz Pischke, zebrakids e.V., Schiffchen, Polynice, Traumzeit, Sommerkino, Rheinpark, Landschaftspark, Bürgerstiftung, GRIID, Ruhrgespenst, RUHR YORK, Uni Duisburg-Essen, Ruhrort, FCR Duisburg, Tellavision Clothing, Grammatikoff, Steinhof, Finkenkrug, Bürgerfunk

und natürlich auf Duisburg365.de!

Danke!

Last but not least möchte ich mich im Namen aller Rheinschafe bei allen bedanken, die uns in den vergangenen zwei Jahren von DuisburgFans.de und von der ersten Sekunde an unterstützt haben.

André Wartmann, Rheinschaf.

(x) SCHLIESSEN
Feedback

DuisburgFans.de | Magazin für Duisburg. Online.

Foto: Tim Matheson | www.dacapo-dp.de

Journeyman’s Blog - Madama Butterfly Rückblick

Am 23. Juni steht Jonathan Darlington beim 11. Philharmonischen Konzert wieder auf dem Podium der Duisburger Philharmoniker. In seiner Funktion als Musikdirektor der Vancouver Opera beendete in dieser Woche die Jubiläumssaison des Hauses mit Puccinis “Madama Butterfly“. Die Presse feierte die Produktion  als  eine selten gelungene Symbiose von Musik, Gesang, Design und Regie.

Bühnenbild und Kostüme entwarf der japanische bildende Künstler Jun Kaneko. Als Keramikkünster und Allround-Talent gestaltete er mit “Madama Butterfly” seine erste Bühnenproduktion. Verkörpert wurde Cio Cio San von der japanischen Sopranistin Mihoko Kinoshita, die mit ihrer Paraderolle zum ersten Mal in Kanada zu hören war. An ihrer Seite sang James Valenti die Rolle des Pinkerton.  Einen kleinen Einblick gewährt das unten gezeigte Video.

David Gordon Duke schreibt in der Vancouver Sun (30. Mai, 2010):

Das ist  ’Designer-Oper’ im besten Sinne des oft falsch verwendeten Wortes: ein fantasievoller, ergreifender Musiktheaterabend, der eine nur allzu bekannte Geschichte in eine frische, bewegende Tragödie verwandelte. [...]

Durch unerwartete visuelle Symbole gewann Puccinis bekannte Musik neue Dringlichkeit. Butterfly kann oft etwas zuckergussartig klingen, da Puccinis üppige Orchestrierung und hochfliegenden Melodien wenig mehr als ausschweifendeUnterhaltung zu bieten hat. Doch der Dirigent Jonathan Darlington unterzieht die Partitur einer sehr direkten und emotionalen Lesart, bei der die eingängigen Melodien immer noch wunderbar erhebend sind, aber zugleich ein schneidend hartnäckiger Verismo die Dramatik hervorhebt.  Darlington erlaubt den Blechbläsern mutigerweise so zu knurren und dem Schlagzeug so brutal zu schlagen, wie es der Komponist ursprünglich vorgesehen hatte; das VO Orchester folgte jeder Geste des Dirigenten.

Wer denkt, dass er in Sachen Giacomo Puccini’s Madama Butterfly bereits alles gesehen hat, was zu sehen ist, sollte aufhorchen: Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Sie jemals so etwas zuvor gesehen und gehört haben – oder jemals wieder werden.  [...] Trotz der großen Tragik wirkte der gesamte Abend sehr ausgewogen. Kann sich italienische Oper an so etwas wie Zen annähern? [...]  Der springende Punkt bei dieser Madama Butterfly ist, dass Musik und Design eins werden …

Janet Smith, Georgia Straight, (30. Mai, 2010)

Bei der Premiere von “Madama Butterfly” waren neben Bloggern diesmal auch bildende Künstler zugegen – und sie haben sowohl die Bühne als auch den Maestro eingefangen. Mehr Eindrücke und Reaktionen, Fotos und Videos finden sich auf dem Vancouver Opera Blog sowie auf www.jonathan-darlington.de.


TAG: dufansn1279
Veröffentlicht am 14.06.2010 um 15:30 durch dacapo in KULTUR, _Top-Meldung
Flash ist Pflicht!
Pfeil-Grafik
Avatar
CAPTCHA Bild zum Spamschutz Wenn Sie das Wort nicht lesen können, klicken Sie bitte hier.

Kuratorenvortrag zur Tony Cragg Ausstellung "Dinge im Kopf" im MKM am 10.03.2011

Das Museum Küppersmühle, MKM lädt am kommenden Donnerstag, 10.03.2011 ab 18:00 Uhr im Rahmen der Tony Cragg Ausstellung "Dinge im...

Rückblick: Stillleben A40 mit Fahrrad und Kamera auf der Autobahn

Vielen ist dieses einzigartige Erlebnis vom 18. Juli 2010 noch in guter Erinnerung, als im Rahmen der Kulturhauptstadt Ruhr.2010 ein Stück...

Fotoserie zum 10jährigen Bestehen der deutsch - honduranischen Gesellschaft

Bereits am Montag, 05.07.2010 hatten wir über die Feier der deutsch-honduranischen Gesellschaft im Landschaftspark Nord innerhalb des...

zum Archiv ->

Empfehlung