Bereits zum elften Mal fand gestern in der Landeshauptstadt Düsseldorf die Nacht der Museen statt. Gerade einmal 12.00 € für ein Ticket berechtigten die Besucher zum Eintritt in 48 verschiedene Ausstellungs- und Eventorte wie Museen, Galerien, Kulturinstitutionen, aber auch Underground-Locations an denen mehr als 200 Programmpunkte zu sehen und zu hören waren. Mehr als 23.000 Kunstinteressierte konnten am gestrigen Samstagabend, 02.04.2011 gezählt werden und von denen waren nicht wenige bis zum Ende am Sonntagmorgen um 2:00 Uhr in Sachen Kunst unterwegs.
„Sehen, zuhören und mitmachen oder einfach nur geniessen“ lautete das Motto der Veranstaltung und diese Gelegenheit nutzten wieder einmal die Menschen aus der Region. Busse brachten Besucher u.a. auch aus Belgien und den Niederlanden. Doch auch innerhalb Düsseldorfs war ein Shuttlebus-Service organisiert worden, der für den reibungslosen Transport zu den unterschiedlichsten Locations in der ganzen Stadt sorgte. Das herrlich sommerliche Wetter tat sein übriges und so konnte man bis in die frühen Morgenstunden auch noch in einer der zahlreichen Aussengasstätten in Düsseldorf sitzen und über das Erlebte der Nacht der Museen plaudern.
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NACHT DER MUSEEN freut sich über rund 23.000 Besucher
Seit dem Startschuss um 19 Uhr feierten rund 23.000 Besucher bis in den Morgen hinein bei frühsommerlichen Temperaturen in bester Stimmung ein großes Kunstfest. Unter den 48 Orten waren städtische Museen, Galerien, zahlreiche kulturelle Institutionen und spannende Underground-Locations. Shuttlebusse der Rheinbahn beförderten Jung und Alt, kulturbegeisterte Neugierige und Kunsttouristen aus dem Umland durch das Düsseldorfer Stadtgebiet. Das Motto lautete: Sehen, Zuhören und Mitmachen – oder einfach nur genießen. Über 200 Programmpunkte machten die NACHT DER MUSEEN zum echten Erlebnis.
Besonders groß war der Ansturm im erstmals teilnehmenden Landeskriminalamt, einem der vielen ungewöhnlichen Orte, die zur NACHT DER MUSEEN exklusiv ihre Türen öffnen. Auch das Stadtarchiv feierte sein NACHT DER MUSEEN-Debüt und weihte seinen neuen Standort am Hauptbahnhof mit szenischen Lesungen zu Düsseldorfs „schönsten und berühmtesten Leichen“ ein.
Mitfiebern und mitsteigern hieß es bei der Benefizauktion „Junge Kunst in Düsseldorf“. 40 Kunstwerke von Düsseldorfer Künstlern brachten über 60.000 Euro. Die charismatische Moderation von Christie’s Auktionator Andreas Rumbler fand immensen Zuspruch beim Publikum. Der Erlös der von Ernst & Young veranstalteten Versteigerung geht vollständig in Ausstellungen junger Künstler in Düsseldorf.
Auch junge Kunstprotagonisten waren wieder am Start: Das Unigelände im Düsseldorfer Süden wurde zum Kunstcampus. Studenten der FH lockten hier mit ihrem Programm aus Konzeptkunst, Live-Musik, Lyrik und Party die Besucher in „unbekannte Wumlöcher“. Düsseldorf ist ARTig, die Plattform für junge Kreative, zeigte im FFT einen Querschnitt aus seinen aktuellen Arbeiten und sorgte mit humorvollen, ernsthaften und mitreißenden Live-Formaten für Stimmung.
Eine ganze Karawane von Kunstfans pilgerte wieder zu den Museen auf den Ehrenhof. Zum entspannten Verweilen vor dem NRW-Forum luden die aufgestellten Liegestühle vor der anspruchsvollen Videoprojektion des Künstlerduos Elmgreen & Dragset. Vor Museum Kunstpalast forderten die begeisterten Besucher Zugaben von der Breakdance-Truppe Urbanatix, die eine Performance zu Vivaldis Vier Jahreszeiten bot.
Auch andernorts kam die Fusion aus Kunst und pulsierendem Nachtleben bestens an. Antonelli, Düsseldorfs Electro-Urgestein und DJ, demonstrierte im unterirdischen KIT (Kunst im Tunnel) sein Können. Im Kunstverein damenundherren auf der Bilker Allee spielten die Happy Gangstas eine schräge Mischung aus Volksmusik „von gestern, heute und übermorgen“.
Ein neuer, beim Publikum neugierig aufgenommener Schwerpunkt bildete sich zwischen Hauptbahnhof und Worringer Platz mit den erstmals teilnehmenden Locations Stadtarchiv, WP8, Foyer und Glashaus. Im Glashaus präsentierte der Düsseldorfer BBK, einer der größten bundesweiten Künstlervereinigungen, über 100 Mini-Kunstwürfel. Zahlreiche Besucher kauften eines der extra für diesen Abend produzierten Kunstobjekte aus Malerei, Collage oder Fotografie. Bevor das Foyer der Botschaft mit tanzbaren Rhythmen seine Electro-Party einläutete, traten hier lebende Raumskulpturen inmitten von stimmungsvollen Projektionscollagen auf.
Düsseldorfs Kulturdezernent Hans-Georg Lohe freute sich über viele neu gewonnene Kunstfreunde. „Man hatte heute das Gefühl, die ganze Stadt feiert gemeinsam ein großes, Kunstfest unter freiem Himmel. Überall begegneten sich unterschiedliche Besucher über den gemeinsamen Nenner Kunst. Der NACHT DER MUSEEN ist es wieder einmal gelungen, den Menschen neue Zugänge zur Kunst zu öffnen.“



