Einer der wohl bedeutendsten internationalen Kunstmärkte Europas öffnet am kommenden Mittwoch, 13.04.2011 in der Koelnmesse seine Pforten: die Art Cologne 2011. Die älteste Kunstmesse der Welt, die seit 1967 kontinuierlich einmal im Jahr veranstaltet wird und Scharen von Besuchern anlockt. Kunstausstellung, Handelsplatz und Kunstforum werden in ihr vereinigt.
Kunst entdecken, erleben und erwerben lautet das Motto vom 13.04.2011 bis zum 17.04.2011 und Entdeckungen, Erlebnisse und Kaufgelegenheiten werden sich dem Besucher zu Hauf in den Hallen der Koelnmesse bieten. Etwa 200 Galeristen aus 22 Ländern werden auf der Art Cologne 2011 vertreten sein. Bevor wir morgen in Köln an den Vorbesichtigungen teilnehmen werden, wir das sind in diesem Falle Ricarda Kirch und Frank-M. Fischer und darüber berichten werden, heute zur Einstimmung erst einmal die offizielle Pressemitteilung der Veranstalter der Art Cologne:
Kunst entdecken, erleben und erwerben
ART COLOGNE 2011
Kunst entdecken, erleben und erwerben
Lebendig, wandlungsfähig, risikofreudig und innovativ - so präsentiert sich die ART COLOGNE (13.-17. April 2011) 45 Jahre nach ihrer Gründung. So treffen auch bei der 45. Auflage des Internationalen Kunstmarkts etablierte Positionen auf vielversprechende Nachwuchstalente; treten Kunsthändler mit langer Tradition in den Dialog mit risikofreudigen Junggaleristen. Rund 200 Galerien aus 22 Ländern bieten einen umfassenden Überblick von der Klassischen Moderne über die Nachkriegskunst bis zu atelierfrischer Produktion.
Zu den wichtigsten zeitgenössischen Künstlern in Polen gehört Thadeusz Kantor, den die Galerie Isabella Czarnowska (Berlin) vertritt. Sie zeigt auf ihrem Stand 25 Zeichnungen des 1990 verstorbenen Multitalents, das auch als Regisseur und Bühnenmaler tätig war. Ebenfalls polnische Künstler zeigt Raster (Warschau), darunter Michal Budny, der im vergangenen Jahr auf der ART COLOGNE einen NEW POSITIONS Stand bei Nächst St. Stephan hatte und gerade eine Ausstellung im Düsseldorfer Kunstverein hat.
Die Erika Deak Gallery (Budapest) konzentriert sich auf ungarische Künstler wie Attila Szücs und Andras Böröcz; die Gallery Delaive (Amsterdam) lockt mit frühen Leinwand-Arbeiten von Sam Francis, die aus einer Privatsammlung stammen und noch nie öffentlich gezeigt wurden. Highlight bei der Baukunst Galerie (Köln) sind großformatige Neon-Arbeiten von Francois Morellet, der gerade eine große Einzelausstellung im Pariser Centre Pompidou hat. Die Deweer Gallery (Otegem, Belgien) präsentiert neben Stars wie Panamarenko und Enrique Marty zwei junge Künstler: Benjamin Moravec und Tatjana Gerhard, deren düstere Interieurs zu psychologischen Räumen werden. Akira Ikeda (Berlin) zeigt eine One-Man-Show mit Arbeiten von Imi Knoebel. Meyer Kainer (Wien) konzentriert sich ganz auf Lucy Stahl, die zur ART COLOGNE im Kölnischen Kunstverein gemeinsam mit Bela Kolarova gezeigt wird. Die französische Galerie Jocelyn Wolff (Paris) zeigt Arbeiten des Performance Duos Prinz Gholam (Notman-Boxer 2008); Ancient & Modern (London) - ebenfalls NEW CONTEMPORARIES Aussteller - bringt unter anderem Arbeiten von Alan Kane.
Der Schwerpunkt der Galleri Bo Bjergaard (Kopenhagen) liegt auf dänischen Künstlern wie Poul Gernes, den es hierzulande noch zu entdecken gilt, und Per Kirkeby. Standard aus Oslo widmet dem jungen norwegischen Künstler Kim Hiorthøy eine Solopräsentation.
Foxy Production (New York) stellt mit Gabriel Hartley und Sterling Ruby zwei junge US-amerikanische Künstler in den Mittelpunkt, die als Maler und Bildhauer tätig sind. Werke von Morandi und Fontana offeriert die Galleria d`Arte Maggiore (Bologna); Karsten Greve (Köln/St. Moritz) versammelt mit Joel Shapiro (zeitgleich Ausstellung im Museum Ludwig, Köln), Pierre Soulages und Jean-Michel Othoniel Künstler von internationalem Rang auf seinem Stand; letzterem widmet das Centre Pompidou gerade eine Retrospektive. Boisserée (Köln) widmet dem 87jährigen Katalanen Antoni Tapiès eine Aufsehen erregende Sonderausstellung, die mit dem Materialbild "Sud" eine zentrale Arbeit beinhaltet. Außerdem wird Karl Fred Dahmen aus Anlass seines 30. Todestages mit einer sehenswerten kleinen Ausstellung von Arbeiten aus der Zeit des frühen Informel geehrt. Hans Mayer bringt Arbeiten von Carl André, Robert Longo, Frank Stella und Andy Warhol. Galerie Milliken (Stockholm) bringt Arbeiten von Tris Felix und den Los Angeles lebenden Künstlers Karl Haendel zur ART COLOGNE.
Häusler Contemporary (München) rückt mit Gary Kuehn einen bedeutenden Vertreter der Process Art in den Mittelpunkt und zeigt mit dem Schweizer Reto Boller einen Künstler, dessen Werke sich an der Schnittstelle zwischen Malerei und Plastik bewegen und der exklusiv für die ART COLOGNE ein neues Objekt entwickelt. Auf die großen Maler des Expressionismus trifft man bei Henze & Ketterer & Triebold (Wietrach/Bern). Prominent vertreten ist Ernst Ludwig Kirchner, dessen "Totentanz der Mary Wigman" mit einem Verkaufspreis von 4,3 Millionen Euro ebenso zu den Spitzenstücken zählt wie Emil Noldes "Vase mit Blumen" für 580 000 Euro und Erich Heckels "Weg durch Büsche" für
950 000 Euro. Die Galerie Hubertus Melsheimer (Köln) bringt unter anderem Arbeiten von Alexej von Jawlensky, Oskar Kokoschka und August Macke.
Bei der Kewenig Galerie (Köln) werden die spektakulären Maschinenskulpturen des belgischen Künstlers Panamarenko ebenso für Aufsehen sorgen wie Arbeiten von Jörg Immendorff und Christian Boltanski und ein monumentales Landschaftsbild des aus der Ukraine stammenden Malers Ivan Bazak. In Johannes Hüppis Bildwelten übernehmen Frauengestalten vielfältige Rollen, die er mit kühl-distanzierter Bildsprache auf die Leinwand bannt; Alexander Raymond findet seine Themen im unmittelbaren Umfeld. Die Galerie Ludorff (Düsseldorf) gilt als erste Adresse für Werke der Klassischen Moderne und der Nachkriegskunst. Emil Noldes Aquarell "Tränende Herzen und Tulpen" wird für 295 000 Euro angeboten, Ernst Wilhelm Nays "Purpurklang" für 650 000 Euro. Gerhard Richter ist mit einer Gruppe von Leinwänden aus der Serie "Grün-Blau-Rot" präsent. Daniel Maman Fine Art (Buenos Aires) gibt einen Einblick in das Kunstgeschehen in Argentinien. Die Galerie Christian Nagel (Köln/Antwerpen) widmet Dominik Sittig eine Einzelschau; zeigt in seiner OPEN SPACE Präsentation den jungen Künstler Alexander Zuckermann. Neueste Fotoarbeiten des Amerikaners Larry Clark stellt die Galerie Karl Pfefferle (München) vor, die zudem mit einer neuen Collage-Arbeiten von David Lynch auftrumpft. Die Galerie Rüdiger Schöttle (München) wartet mit herausragenden Arbeiten von Jeff Wall und Thomas Struth auf, von denen letzterem zurzeit die Kunstsammlung Düsseldorf eine Retrospektive widmet. Florian Sundheimer (München), trumpft unter anderem mit einem frühen Baselitz auf (Der Orientale, 1959), während Fred Jahn (München) eine Baselitz Arbeit aus 2010 bereithält (1. Mai, 6.IV.2010). Weitere Galerien, die Baselitz zeigen werden sind: DEWEER gallery, Bo Bjerggaard, Haas, Springer & Winckler und Michael Werner, der zudem eine wunderschöne Polke Arbeit zum Verkauf bietet (Ohne Titel, 1988). Der Berliner Johnen zeigt neben Arbeiten seiner Schwergewicht Stephan Balkenhol, Wilhelm Sasnal und Thomas Ruff auch die Skulptur des Düsseldorfer Hans-Peter Feldmann Eiereimer auf Stuhl mit Pappsockel (2003).
Einen speziellen Akzent setzt die Galerie Schwarzer (Düsseldorf) mit einer Sonderpräsentation seltener Skulpturen von Wilhelm Lehmbruck, mit der sie an den 130. Geburtstag des bedeutenden deutschen Bildhauers erinnert. Einen weiteren Dadaisten präsentiert mit Kurt Schwitters die Galerie Berinson (Berlin). Zu den Stars bei der Team Gallery (New York) zählen die Brüder Gert und Uwe Tobias, die dem Holzschnitt neue Impulse verliehen haben, sowie Ryan McGinley, Chris Vasell und Stanley Whitney. Gemälde von Siegfried Anzinger konfrontiert die Galerie Elisabeth und Klaus Thoman (Wien) mit Skulpturen von Erwin Wurm; neue Arbeiten von Arne Quinze bringt die Galerie Thomas (München) unter anderem mit zur Art Cologne. Am Stand von Edith Wahlandt (Stuttgart) liegt der Schwerpunkt auf Bilder von Günter Fruhtrunk. Thomas Zander (Köln) zeigt Fotografien von Lewis Baltz und Anthony McCall. Die Samuelis Baumgarte Galerie (Bielefeld) feiert den 80. Geburtstag von Heinz Mack mit einer Retrospektive unter dem Titel "12 Werke aus 6 Jahrzehnten", die Christoph Vitali kuratiert.
Der OPEN SPACE-Bereich ist jungen, experimentellen Tendenzen vorbehalten. So widmet die Galerie Arndt (Berlin) dem Bildhauer Karsten Konrad eine Einzelpräsentation. Konrad baut halb abstrakt, halb gegenständlich anmutende Skulpturen und Reliefs aus Materialien, die er im Sperrmüll findet. Alte Möbelteile, bunte Stäbe und andere seltsame Gerätschaften verbindet er zu eigenwilligen Architekturmodellen, die dynamisch in den Raum streben. Bei Conradi (Hamburg) wird eine Installation von Thomas Baldischwyler zu sehen sein; Johann König (Berlin) konfrontiert in einer Doppelpräsentation skulpturale Arbeiten von Michaela Meise mit einer seriellen Fotoarbeit von Annette Kelm. Krobath (Wien) richtet den Blick auf Sofie Thorsen, die mittels Diareihen, Filmen, Installationen, Wandbildern und Zeichnungen heterogene Architekturen, Landschaften und Lebensräume ergründet. Die Dänin abstrahiert ihre Beobachtungen in modellhaften Zeichnungen und Interventionen. Vittorio Manalese (Berlin) zeigt eine Installation von Pappfiguren von Martin Städeli, die aus Papier, Zeitungen und Papprollen gebaut sind; labil sind auch die skulpturalen Objekte von Benjamin Bronni, denen man bei Parotta Contemporary Art (Stuttgart) begegnet. Die Galerie Bob van Orsouw (Zürich) stellt die Fotografin Shirana Shahbazi in den Mittelpunkt. Martin van Zomeren (Amsterdam) kommt mit einem Solo für Praneet Soi, der Indien auf der Venedig Bienale 2011 vertreten wird.



