Am heutigen Sonntag, 25.07.2010 haben wir die Stelle besucht, an der gestern bei dem Versuch auf das Gelände der Loveparade in Duisburg zu gelangen, insgesamt 19 Menschen im Alter zwischen 20 und 40 Jahren starben und weitere 340 Menschen zum Teil schwer verletzt worden sind.
Viele Menschen haben sich dort den ganzen Tag über versammelt und geben ihrer Trauer und Verständnislosigkeit Ausdruck. Kerzen werden aufgestellt und entzündet, dazu so mancher schriftliche Gruss oder auch konkrete schriftliche Forderung sind zwischen den Kerzen zu finden.
OB Sauerland bekommt Wut der Menschen ab
Manche Menschen reagieren wütend, was insbesondere der Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland zu spüren bekam, der ebenfalls den Ort aufgesucht hatte, um seinen Kondulenzbesuch zu machen. Die Reaktionen auf sein Erscheinen waren teilweise sehr heftig und gingen von Beleidigungen bis hin zu konkreten Drohungen.
Zeit zu trauern - Ermittlungen von StA aufgenommen
Wir möchten an dieser Stelle allerdings bei allem Verständnis für Hilflosigkeit und Wut betonen, dass im Moment die Zeit der Trauer ist und nicht die Zeit der Vorverurteilungen. Die konkreten Ermittlungen wurden am heutigen Tage durch die Staatsanwaltschaft und die Kriminalpolizei aufgenommen und man sollte deren Ergebnis nicht voreilig vorgreifen. Nach dem deren Untersuchungen abgeschlossen sind, kann man gegen diejenigen vorgehen, die als die Verantwortlichen ausgemacht werden. Doch nicht vorher und schon gar nicht aufgrund reiner Spekulationen, die zur Zeit wie Unkraut aus dem Boden spriessen.
Großes internationales Medieninteresse
Wir konnten auch viele überregionale Fernsehsender an der Unglücksstelle sehen, dazu Sender aus vielen Teilen Europas, die zum Teil per Liveschaltung in ihre jeweiligen Länder berichteten. Zum Abschluss des Videos können Sie ein Interview mit einer französischen Journalistin sehen, die heute morgen mit ihrem Team mit dem Flugzeug angekommen ist und ein paar Tage hier in Duisburg bleiben wird, um über die Geschehnisse zu berichten.
Kamera und Schnitt: Wilfried Kruessmann. Interview und Redaktion: Frank-M. Fischer



