Es dauerte nur sieben Minuten, da lag das Team von Cheftrainerin Martina Voss durch ein Tor der Hamburger Nationalspielerin Kim Kulig bereits mit 1:0 gegen den HSV zurück. Voran gegangen war eine Unstimmigkeit in der Abwehr der Duisburger Löwinnen und die nutzte die Europameisterin des HSV gekonnt aus.
Doch die Spielerinnen von der Alster hatten noch nicht einmal die Möglichkeit in Ruhe zu jubeln, denn nur eine Minute später war es die stark spielende Simone Laudehr, ebenfalls Nationalspielerin und Europameisterin, nur halt in Reihen des FCR 01 Duisburg, die zum 1:1 ausgleichen konnte. Inka Grings, deren Einsatz wegen einer Knieverletzung lange Zeit auf der Kippe gestanden hatte, leistete gekonnt die Vorarbeit und Laudehr zog aus 13 Metern unhaltbar ab.
Ausgerechnet Innenverteidigerin Annike Krahn, die eigentlich nicht zu den standardmäßigen Torschützinnen beim Duisburger Double Sieger der vergangenen Saison gehört, aber ebenfalls Nationalspielerin und Europameisterin ist, besorgte durch einen Kopfball den Treffer zur 2:1 Führung für die Duisburgerinnen in der 18. Minute. Annemieke Kiesel, Nationalspielerin in Reihen der Niederlande hatte den nach einem Foul an Simone Laudehr fälligen Freistoß auf Krahn gezirkelt.
In der 44. Minute war es Christina Bellinghoven, die mit einer Glanzparade einen möglichen Ausgleich des Hamburger SV verhinderte.
Mit 2:1 ging man in Hamburg in die Pause und die Führung des FCR 01 Duisburg war absolut in Ordnung.
Inka Grings, die vielfache Torschützenkönigin der Duisburgerinnen und der Nationalmannschaft, natürlich auch Europameisterin, war es, die dann mit einen Doppelschlag innerhalb von nur zwei Minuten die endgültige Entscheidung herstellte.
In der 63 Minute konnte sie einen Pass von Turid Knaak aufnehmen und zum 3:1 verwandeln. Den 4:1 Endstand stellt Inka Grings in Minute 65 dann im Alleingang her.
Christina Bellinghoven, die aufgrund der Verletzung von Deutschlands Nummer 2 Ursula Holl ins Tor gerückt war, hatte danach noch zwei weitere Gelegenheiten, sich auszuzeichnen und ihren Anspruch einmal Nummer eins im Duisburger Tor werden zu wollen, zu unterstreichen. In Minute 82 und 83 gelang es der jungen Duisburgerinnen zwei Großchancen der Hamburgerinnen zu Nichte zu machen.
Martina Voss freute sich am Schluss der Partie über die 3 Punkte zum Auftakt der Saison. Sie freute sich allerdings nicht über einige Schwächen, die sie in der Abwehr und den Zuordnungen ausgemacht hatte. Besonders ärgerten sie allerdings die vielen „hundertprozentigen“ Chancen, die unter anderem Kayikci, Bresonik und Grings vergeben hatten. „Einige Konzentrationsschwächen“ gegen Ende, besonders bei den Nationalspielerinnen hatte die Erfolgstrainerin feststellen müssen.
Doch Positives sieht sie auch noch neben dem erfreulichen Ergebnis: Inka Grings konnte problemlos durchspielen; und das war nach der Verletzung am Knie vor dem Spiel alles andere als wahrscheinlich.
Inka Grings, die Torjägerin des FCR 01 Duisburg zog folgendes Fazit nach dem Spiel: „Für den Saisonstart war die Leistung durchaus angemessen.“
Also viel Potential nach oben, aber das ist bei einer Mannschaft, die in der gesamten Vorbereitungszeit auf ihre 6 Nationalspielerinnen verzichten musste auch nicht außergewöhnlich.
Am kommenden Sonntag, 27.09.09 steht im heimischen PCC Stadion in Duisburg Homberg das erste Heimspiel gegen Tennis Borussia Berlin auf dem Programm. Da wird zumindest die Duisburger Löwin Jenny Oster weiterhin fehlen, denn bei ihr wurde zwischenzeitlich ein Muskelfaserriss diagnostiziert, der zu einer mindestens zweiwöchigen Pause der Stürmerin führt.



