Man konnte mit so einem Gedenkspiel für die letzte Saison rechnen, aber musste der MSV Duisburg es unbedingt in Düsseldorf ausrichten? Zwar ging es gestern Abend von Spielbeginn an mit viel Einsatz zur Sache, doch auf beiden Seiten häuften sich Fehler auf Fehler. Bälle versprangen, Pässe endeten im Nichts, Schüsse auf die Tore gab es so gut wie keine und der Raum über dem Spielfeld war am Ende von Luftlöchern durchsiebt.
Der MSV Duisburg wirkte in dieser Fehlerflut im Laufe der ersten Halbzeit etwas sicherer und selbstbewusster. Die Mannschaft wollte das Spiel kontrolliert gestalten, doch es gelang so gut wie nichts. Der Plan war zu erkennen: Den Ball in den eigenen Reihen halten und aus dem Mittelfeld entweder mit halbhohen und hohen Pässen auf Stefan Maierhofer in den Strafraum gelangen oder im Spiel eins gegen eins über die Flügel die Abwehr überwinden. Für die hohen Bälle gab es zu wenig Platz, die Duelle am Flügel wurden meist verloren oder Flanken kamen zu früh. Ruhende Bälle brachten die Gefahr. So konnten wir fast den Ivica-Grlic-Klassiker Mitte der ersten Halbzeit erleben. Der von ihm getretene Freistoß traf das Lattenkreuz.
Das Spielqualität blieb in der zweiten Halbzeit unverändert miserabel, nur dass das Flügelspiel des MSV Duisburg zugunsten der halbhohen Bälle aus dem Mittelfeld reduziert wurde. Um die siebzigste Minute herum gewann das Spiel für ein paar Minuten an Dynamik. Beide Mannschaften versuchten mehr Druck zu erzeugen. Die Fehlerquote verringerte sich dadurch nicht, die Fehler folgten nur schneller aufeinander. Vielleicht war der kurz zuvor aufbrausende und lang anhaltende Support auf beiden Seiten der Auslöser dieses auf dem Spielfeld weniger lang anhaltenden Hin- und Herwogens.
Ich glaubte nicht mehr an ein Tor. Zufälle gibt es allerdings immer. So ein Zufall war der Versuch, Julian Koch mit einem hohen Pass zu überspielen. Wahrscheinlich wäre auch dieser Ball im Nichts gelandet, hätte Julian Koch ihn nicht per Kopf zu klären versucht. Der Abwehrversuch landete bei Sascha Rösler, der Patrick Zoundi mit einem Steilpass bediente, den dieser wiederum halb hereingibt, halb aufs Tor schießt. Vor der Torlinie rutscht Olvier Veigneau in den Ball und gibt dem Tor für die Fortuna den Rest. Wahrscheinlich wäre der Ball aber ohnehin ins Tor gegangen.
Fortuna Düsseldorf gewann, weil sich die Mannschaft wenig darum scherte, dass sie mit spielerischen Mitteln kaum einmal in Tornähe des MSV Duisburg kam. Brechstange konnte das allerdings auch nicht nennen, was da als letztes taktisches Mittel der Fortunen immer wieder versucht wurde. Vielleicht können wir ja die dillentantisch angesetzte Brechstange einführen, wenn ich an all die Schüsse der Fortuna aus der zweiten Reihe denke, die meterweit am Tor vorbei gingen. Höhepunkt war ein Ball, der im rechten Seitenaus vier, fünf Meter neben der Eckfahne landete. Er kam aus dem linken Halbfeld. Wer so schießt, trifft auch mal einen Körper der MSV-Abwehr, so dass der Ball im Toraus landet. Dann ergibt sich auch dieses Eckenverhältnis. War es 12 oder 13 zu 2?
Auf solche Mittel wollte der MSV Duisburg nicht zurück greifen. Sehen wir das mal positiv angesichts der Fehlerflut. Vielleicht muss man aber an so einem Tag des Fehlers sich frei machen von jeglichem Anspruch an das eigene Spiel? Vielleicht wäre in so einem Spiel ein Maurice Exslager mit seiner Dynamik schon nach der Halbzeitpause die richtige Einwechslung gewesen. Andererseits habe ich auch im Kopf, wie er nach seinen letzten Einwechslungen mit dem Ball immer wieder in den Gegenspieler läuft statt am Gegenspieler vorbei. Schwamm drüber. Wir haben gesehen, wie wichtig Srdjan Baljak für das Spiel des MSV Duisburg ist. Wir hoffen, seine Prellung ist bald ausgeheilt, und wir hoffen ebenfalls, dass dem MSV Duisburg ein 2009/2010-Gedenkspiel pro Saison ausreicht.




huispptwwe
19.12.2011 11:381oWsnC kfrntocccbip
Auf diesen Kommentar AntwortenJenaya
17.12.2011 05:51I told my gardnmother how you helped. She said, "bake them a cake!"
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