Initialpartner Sparkasse Duisburg und Volksbank Rhein-Ruhr laden Existenzgründer ein zum Networking
Neben der Sparkasse Duisburg, der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg (GFW Duisburg) und dem small business management (sbm)-Projekt der Universität Duisburg-Essen (UDE) ist die Volksbank Rhein-Ruhr einer der Initialpartner der Gründungsinitiative Innovation Duisburg (GRIID). Das hiesige Kreditinstitut bewies Ende letzter Woche, dass auch Banker Spaß verstehen – und zwar im Rahmen des Stammtisches für Existenzgründer.
Den Anfang dazu hatte im März 2010 am Abend vor dem ersten Seminartag die Sparkasse Duisburg gemacht. Sie hatte zum ersten Treffen in lockerer Atmosphäre eingeladen und die Resonanz war groß. Über 60 Gründungswillige, erfolgreiche Gründer und Vertreter aus Wirtschaft und Verwaltung hatten sich zum ersten Stammtisch eingefunden. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Duisburg, Dr. Joachim Bonn, begrüßte die Gäste und betonte: „Als örtliches Kreditinstitut ist es uns wichtig, hiesige Existenzgründer tatkräftig und nachhaltig zu unterstützen. So haben wir bereits in der Vergangenheit das Projekt sbm unterstützt und so werden wir in Zukunft GRIID fördern und damit einen Beitrag zur weiteren prosperierenden Entwicklung des Standortes leisten.“ Prof. Dr. Volker Breithecker, sbm-Projektleiter, lockerte mit einem humoristischen Kurzvortrag zum Thema „Umgang mit der Finanzverwaltung“ mit besonderem Augenmerk auf aktuelle Geschehnisse auf. Dann begann die erste Kontaktaufnahme zwischen den Seminarteilnehmern und der lockere Erfahrungsaustausch von Gründern und Gründungs-interessierten.
Auch beim zweiten Stammtisch war die Resonanz groß; rund 60 Gäste wurden von Carsten Soltau, Vorstandsmitglied der Volksbank Rhein-Ruhr, begrüßt. Dieser lobte die GRIID-Teilnehmer/-innen und deren Mut, sich selbstständig machen zu wollen. Mit sbm-Absolventen habe man bislang nur gute Erfahrungen gemacht, da das hierfür erforderliche „handwerkliche Rüstzeug“ im Kurs durch sbm-Projektleiter Prof. Dr. Volker Breithecker und die anderen Referenten optimal vermittelt werde. Mit einem Augenzwinkern tat er kund, das ursprünglich angedachte Fachthema mangels Interesse und verfügbarer Referenten verworfen und anstelle dessen den Kabarettisten Kai Magnus Sting engagiert zu haben.
„Eine prima Entscheidung“, fand GRIID-Teilnehmer Gregor Hiesgen: „Bei den sbm-Kursen wird unglaublich viel Wissen innerhalb kürzester Zeit vermittelt, so dass einem oftmals der Kopf raucht. Da tut etwas Abwechslung gut.“ Und so unterhielt das Duisburger Urgestein Sting das junge und junggebliebene Auditorium; kein Auge blieb trocken, als der Germanist und Theologe den Mikrokosmos von „Mensch und Existenz im Ruhrgebiet“ in seiner ihm eigenen Sprache und Sicht erklärte.
Nach einer derart erfrischenden „Aufwärmphase“, fiel es den GRIID-Teilnehmer/-innen leicht, beim anschließenden „Get-Together“ mit (Bank)beratern und sbm-Referenten ins Gespräch zu kommen. Hierbei drehte sich dann wieder alles ums „Geschäft“: um Haftungsrisiken, Bürgschaften, patentrechtliche Voraussetzungen und mehr. Prof. Dr. Ulrich Sick, sbm-Referent für internationales Wirtschaftsrecht, war erfreut, zu sehen, dass der Kontakt zwischen den einzelnen Existenzgründern sehr viel intensiver geworden sei, als es noch bei der Auftaktveranstaltung Ende November 2009 und dem ersten Stammtisch der Fall war.
Maren Klingler, die künftig kreative Fotokunst sowohl für Privatleute als auch als Maßnahme zur Teambildung anbieten will, weiß ebenfalls von einem veränderten Miteinander zu berichten: „Anfänglich waren wir alle Geheimnisträger. Kaum jemand wollte über seine Idee berichten. Die langen Wochenend-Seminare führten aber dazu, dass man Vertrauen zueinander fasste. Und das ist auch gut so.“ Erst gestern habe sich durch das Bekanntmachen der Idee innerhalb der Gruppe eine potenzielle Kooperationsmöglichkeit mit einer Teilnehmerin für sie aufgetan. Und manch einer, der seine Idee mittlerweile mangels Marktfähigkeit verworfen habe, könne seine Talente so bei der Verwirklichung einer anderen Idee einbringen.



